Samtgemeinde Brome: Anmeldezahlen für Krippen ändern sich häufig

Schwankende Zahlen

Die Standortfrage bei Krippen und Kindertagesstätten wird die Verwaltung der Bromer Samtgemeinde auch in diesem Jahr beschäftigen. Foto: picture-alliance

Brome. Die Bromer Samtgemeindeverwaltung muss auch in diesem Jahr wieder die Ärmel hochkrempeln, denn es gibt viel zu tun. Etwas schwer im Magen liegen Verwaltungschef Jürgen Bammel die Themen Krippen und Kindertagesstätten.

Wie das IK berichtete, wurden 2011 in der Samtgemeinde Brome 30 Krippen- und 45 Kindertagesstättenplätze geschaffen. Da Eltern ab dem kommenden Jahr Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz für ihr Kind haben, muss die Samtgemeinde noch einiges tun. In diesem Jahr sollen weitere 30 bis 45 Krippenplätze geschaffen werden.

Ein großes Risiko sieht Bammel in der Planungssicherheit: „Die Anmeldungszahlen schwanken sehr.“ Sicherlich spiele die Nähe zu Wolfsburg auch eine Rolle, einige Eltern suchen sich in der Nähe des Arbeitsplatzes einen Platz für ihre Kinder. Als wesentlich gravierender bezeichnet Bammel die Veränderungen innerhalb der Familien. Durch einen Jobverlust würde vielen das Geld für einen Krippenplatz fehlen. Andere wiederum würden spontan doch auf die Hilfe von Eltern oder Bekannten zurückgreifen. Tagesmütter spielten auch eine Rolle. „Die große Frage bleibt, wie sich Eltern entscheiden“, so Bammel.

Die Kommunen werden alleine gelassen, davon ist der Verwaltungschef überzeugt. Aufgaben würden vom Bund auferlegt, „aber wie man die finanzielle und wirtschaftliche Auslastung erreicht, da wird einem nicht geholfen“.

Im Frühjahr müsse man sich spätestens mit der Standortfrage und den damit verbundenen Investitionen beschäftigen. „Fehlinvestitionen müssen unbedingt vermieden werden“, weiß Bammel. Es wäre fatal, an einer Stelle etwas Neues zu bauen und in ein paar Jahren würde das Gebäude dann wieder leer stehen, weil die Geburten wieder rückläufig sind.

Von Carola Peiser

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