Schulbusfahrer ließ Mädchen und Jungen aussteigen

Nach tödlichem Unfall auf der B 248: Schulkinder alleingelassen in der Kälte

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Blockierte Straße nach tödlichem Unfall: Ein Busfahrer ließ Schulkinder im Stau dahinter allein zurück.

ola Jembke. Grauenvolle Szenen auf der Bundesstraße 248 im Landkreis Gifhorn am Dienstagnachmittag. Ein Mensch ist tot, drei weitere sind schwer verletzt.

Und während die Rettungsarbeiten in vollem Gange sind, soll der im Stau stehende Fahrer eines Schulbusses die jungen Fahrgäste auf offener Strecke aussteigen lassen haben und weggefahren sein. Dieser Vorwurf beschäftigt jetzt auch die Polizei.

„Wir müssen die Ursachen ermitteln, wer die Verantwortung für dieses Handeln hatte“, sagt Gifhorns Polizeipressesprecher Thomas Reuter. Es gelte zu klären, warum die jungen Fahrgäste den Bus verließen – handelte der Busfahrer auf Anweisung aus der Zentrale? Befanden sich Erwachsene im Bus, die den Bus verlassen wollten, und die Jugendlichen im Alter von 15 bis 16 Jahren sind mit ausgestiegen? „Strafrechtliche Auswirkungen wird das nicht haben, wenn, dann eher innerbetriebliche“, mutmaßt Reuter.

Nachdem sie ausgestiegen waren, liefen die Kinder in Richtung des Unfallortes, wo sich auch noch die Opfer befanden. Um den Kindern diesen Anblick zu ersparen, kümmerte sich die Feuerwehr um die Mädchen und Jungen.

Die Verkehrsgesellschaft Landkreis Gifhorn (VLG) bestätigte den Vorfall. Die Schüler im Bus mit zurückzunehmen, wäre laut Geschäftsführer die bessere Lösung gewesen. Welche Konsequenzen das Verhalten für den Busfahrer hat, sei noch nicht klar: „Wir sprechen noch mal mit ihm.“

Nach Frontalzusammenstoß: Trümmerfeld auf der B 248

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