410.000 Euro „gespart“

Schulausschuss: Erweiterung der Grundschule Parsau soll verschoben werden

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Die Grundschule Parsau soll noch nicht erweitert werden. Der Schulausschuss empfahl einstimmig, den seit 2015 geplanten Anbau zu verschieben, da noch kein Platzmangel herrsche. 

Samtgemeinde Brome/Parsau. Die Erweiterung der Grundschule Parsau ist noch nicht nötig und die Finanzierung der Berufsorientierung an der Realschule in Rühen ist Ländersache.

Mit dieser Begründung empfahl jetzt der Schulausschuss der Samtgemeinde Brome, 410.000 Euro aus dem Haushaltsplan 2019 zu streichen.

Zu Beginn der jüngsten Sitzung des Gremiums belehrte der Vorsitzende Jörg Böse (CDU) die neuen Schülervertreter: David Schmidt vertritt die Interessen der Johannes-Gutenberg-Schule und Viktoria Leibold die der Realschule am Drömling Rühen.

Auf der Tagesordnung stand zunächst der mögliche Anbau an die Grundschule Parsau. Für zwei zusätzliche Räume wurden im Haushaltsentwurf vorsorglich 400.000 Euro berücksichtigt. Bereits 2015 beschloss man dies, sollte die Schule mehr Platz benötigen. Derzeit wird der Werkraum als Klassenzimmer genutzt. Auch der Computerraum könne nach der Umstellung auf Laptops für den regulären Unterricht genutzt werden. Der Ausschuss empfahl daher einstimmig, die Erweiterung um ein weiteres Jahr zu verschieben. „Schon haben wir 400.000 Euro gespart“, lachte der Vorsitzende. Dennoch wurde über die Möglichkeiten diskutiert. Mehrere Mitglieder, darunter Böse und Astrid Leibach (Grüne), sprachen sich deutlich für den Erhalt des Standortes Bergfeld aus. Dort sind derzeit zwei Klassenräume ungenutzt. Das genaue Vorgehen will man aber zu gegebener Zeit besprechen. Noch liege ja kein Bedarf vor.

Dann wurde über den Haushalt 2019 abgestimmt. Neben den Mitteln für den Anbau empfahl der Ausschuss, weitere 10.000 Euro zu streichen, die für die Berufsorientierung der Realschule Rühen eingetragen waren. Die Vertreter der Schule monierten, dass man das Geld brauche. Verwaltungsvorstand Holger Schulze erklärte, dass dieser Posten Aufgabe des Landes sei, nicht die der Samtgemeinde. „Es ist ja auch keine Kürzung, es gibt nur nichts extra“, fügte Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann hinzu. Man gebe schon freiwillige Zuschüsse für die Ganztagsbeschulung – insgesamt 97.000 Euro. Der Haushalt wurde bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung empfohlen.

Von Dennis Tesch

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