Samtgemeinderat Brome beschließt weitere Planungen für Projekt

Ein Schritt Richtung Einfeldhalle in Parsau

Bei der Grundschule in Parsau soll eine Einfeldhalle gebaut werden. Um der Sache einen Schritt näher zu kommen, hat der Samtgemeinderat Brome weitere Planungen beschlossen.
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Bei der Grundschule in Parsau soll eine Einfeldhalle gebaut werden. Um der Sache einen Schritt näher zu kommen, hat der Samtgemeinderat Brome weitere Planungen beschlossen.

Parsau – Für viele Verantwortliche aus Parsau gab es beim jüngsten Samtgemeinderat gute Nachrichten und Grund zur Freude: Der geplante Bau der Einfeldhalle an der Grundschule soll weiter vorangetrieben werden.

Und das trotz der derzeitigen Corona-Situation, die die Finanzen der Samtgemeinde einschränkt. Dieser Umstand wurde von einigen Mitgliedern kritisch hinterfragt.

26 Jahre wartet man in Parsau bereits auf den Bau einer Turnhalle. Das war für viele Samtgemeindemitglieder lange genug. „Wir begrüßen den Bau“, hatte Grünen-Fraktionssprecherin Astrid Leibach verkündet. Ihr Fraktionskollege Frank-Markus Warnecke ergänzte: „Kinder sind unsere Zukunft, wir sollten den Bau fördern.“

Das wurde prinzipiell auch von der CDU-Fraktion so gesehen. Fraktionssprecher Heino Meyer sagte: „Wir unterstützen das auch, aber die finanzielle Lage muss beachtet werden.“ Durch die Corona-Krise würde sich die finanzielle Situation der Samtgemeinde auf längere Sicht verschlechtern. „Zu diesem Zeitpunkt sollten wir abwarten.“ Laut Meyer wäre eine jetzige Forcierung fahrlässig, man sollte das Projekt auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.

Vonseiten der SPD konnte dieser Ansatz nicht nachvollzogen werden. „Wir sollten die Planungskosten auf jeden Fall bereitstellen und den Bauantrag stellen“, sagte dazu Karl-Peter Ludwig. „26 Jahre sind eine lange Zeit, in der man die Kinder schon viel zu lange vertröstet hat.“ Das sah sein Fraktionskollege Peter Albrecht ähnlich. „Wir sollten zumindest planen.“ Jürgen Bammel (FDP) erinnerte daran, dass in der Vergangenheit schon zu viele Chancen vertan worden. „Es wird Zeit, nicht die dritte Chance verstreichen zu lassen.“

Gerhard Borchert (CDU) stimmte der Diskussion zu, konnte die entstehenden Kosten aber nicht ausblenden. „Sollten wir nicht die Situation zu einem späteren Zeitpunkt neu bewerten?“ Er erinnerte an das Großprojekt am Schulstandort Rühen. „Die Sanierung müsste vorgehen, um die Schulen in Rühen nun endlich auf die Reihe zu bringen.“

Borcherts Gedanken stimmte auch Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann aus Sicht der Verwaltung zu. „In Rühen wartet aus finanzieller Sicht ein großer Brocken auf uns und das Geld ist nicht unendlich.“ Dagegen erinnerte Fred Marhenke (SDP) daran, dass das Projekt finanziell unterstützt werden würde. „Die Gemeinde Parsau wäre bereit, sich mit 500 000 Euro zu beteiligen, das ist viel Geld. Es ist Zeit, dass eine Ganztagsschule auch eine Turnhalle bekommt.“

Mehrheitlich sprach sich der Samtgemeinderat für das Vorantreiben der Pläne aus. Etwa 77 000 Euro sollen im Hauhalt für die Planungskosten eingestellt werden.

VON HILKE BENTES

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