Etwa 200 Schuss Munition

Schrecksekunde bei Leitungsarbeiten: 70 Jahre alter Munitionsfund an Ehras Grundschule

Zwischen der Turnhalle und dem Friedhof in Ehra wurden Leitungsarbeiten vorgenommen. Dabei wurde Munition gefunden, die von einem Räumkommando beseitigt wurde.
+
Zwischen der Turnhalle und dem Friedhof in Ehra wurden Leitungsarbeiten vorgenommen. Dabei wurde Munition gefunden, die von einem Räumkommando beseitigt wurde.
  • Hilke Bentes
    vonHilke Bentes
    schließen

Ehra – Eine kurzweilige Überraschung gab es bei Arbeiten an Ehras Grundschule und der angrenzenden Verwaltung.

Die Grabungen für den Leitungsbereich des Abwassers, die in den Herbstferien vorgenommen wurden, hatten einen Fund zur Folge, das berichtete nun der Bürgermeister Jörg Böse. Auf der Baustelle kam ein Munitionsfund zutage. Es blieb beim Schrecken.

Gemeinde und Samtgemeinde hatten den Auftrag erteilt, die Abwasserleitung in der Schule und der Gemeindeverwaltung zu sanieren. Dabei konnten die Tiefbauarbeiten erledigt werden, um dann die Rohleitungen im Keller zu ändern. Der Weg zwischen der Schule und dem Friedhof wurde dabei aufgebaggert, und dabei kamen etwa 200 Schuss Munition zum Vorschein, das bestätigte der Bürgermeister. Damit war auf der Baustelle vorerst Stopp. „Wir haben dann die Polizei und den Munitionsräumdienst informiert“, so Böse.

Und diese rückten dann auch aus, um sich die Situation vor Ort anzusehen. „Dabei war es dann auch die richtige Entscheidung, direkt Profis heranzuholen“, sagt der Bürgermeister auf IK-Nachfrage. Als die Munition in der Schaufel des Baggers lag, da würde man natürlich einen großen Schreck bekommen.

Die Fachmänner hätten die Munition geborgen und suchten dann den Fundort auf mögliche weitere Kriegsfunde ab. Denn das Alter der Munition schätzten die Munitionsexperten auf etwa 70 Jahre. Dabei sei laut Böse das Risiko gegeben, dass nicht nur Munition, sondern auch andere Waffen wie Handgranaten im Boden gefunden werden könnten.

Dem war aber – zur großen Erleichterung aller – nicht so. Es blieb bei dem Munitionsfund, den die Profis dann fachgerecht von der Baustelle entfernten. Böse ist froh, dass die Arbeiten in den Ferien vorgenommen worden. „Wenn wir regulär Unterricht gehabt hätten, dann hätten wir die ganze Schule räumen müssen.“ So sei es eine Schrecksekunde gewesen, die ohne Auswirkungen aus der Welt geschaffen werden konnte. Insgesamt hat die Gemeinde 5000 Euro für die Sanierung gezahlt. Die andere Hälfte wurde von der Samtgemeinde getragen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare