Diskussion um Hundekot: Halter verweisen auf andere Tiere / Schlechte Wege

Schotter und Dreck im Flecken Brome

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Mancher Hundehalter meidet den Rundweg um den Bromer Ohresee. Insgesamt vermisst man gepflegte Wege zum Spazierengehen. Die Gemeinde bessert nach, wo es geht. 

Brome – Beim kürzlich stattgefundenen Austausch zwischen der Gemeinde Brome und den Hundehaltern im Flecken (das IK berichtete), kochten einige Themen hoch. Auch eine Katzensteuer wurde gefordert.

Bürgermeister Gerhard Borchert sprach das leidige Thema Hundekot in der Diskussionsrunde im Mühlencafé nicht zum ersten Mal an. Mancher Halter fühlt sich durch die wiederholten Aufrufe im Mitteilungsblatt der Samtgemeinde diskreditiert. Es handele sich lediglich um wenige schwarze Schafe, die die Hinterlassenschaften ihres Tieres nicht einsammelten. Zwar habe man Verständnis für den Ärger, sehe aber keine Eskalation der Situation.

„Im Gegenteil, es ist viel besser als noch vor ein paar Jahren“, hieß es aus der Runde. Die Schilderaktion, die auf die teils massive Verschmutzung hinwies, habe durchaus Wirkung gezeigt. Jetzt die Hundehalter anzugreifen sei ein Unding. Mancher forderte mit Blick auf deren nicht minder abstoßenden Hinterlassenschaften, auch die Katzen- und Pferdesteuer einzuführen oder zu erhöhen. Bevor man sich in einer Diskussion über Unterschiede in deren Dreck verlieren konnte, kam schon das nächste Thema auf: kaum nutzbare Wege.

Demnach gingen die anwesenden Hundeführer mit ihren Tieren gar nicht am Ohresee, dessen verschmutzter Rundkurs auch Anlass der Diskussion war, entlang. Zu schlechte Wege, zu viel Trubel. Aber viele Feldwege seien nicht gepflegt, Pflanzenbewuchs mache das Auffinden und Einsammeln von Hundekot oder gar das Passieren schwierig. „Wir haben nur noch Schotterwege, nur in der Siedlung sind sie noch asphaltiert“, lautete der Vorwurf.

Borchert wies daraufhin, dass die Wege kürzlich saniert wurden. Schotter sei eben eine kostengünstige Alternative. Was den Ohresee betrifft, wolle man mit größeren Arbeiten warten, bis klar sei, ob der derzeitige Wasserlauf Bestand hat. „Es nützt nichts jetzt die Wege zu machen, wenn wir dann wieder alles aufreißen.“ Auch als Landwirt erläuterte er, dass Seitenstreifen laut detaillierter Verordnungen nicht gemäht würden, zum Kleintier- und Insektenschutz.

Auch zeigte sich, dass viele Hundehalter Privatwege für ihren Spaziergang nutzen. Hier, wie während der gesamten Diskussion, mahnten sowohl Gemeinde als auch Hundehalter zur gegenseitigen Rücksichtnahme. Die anwesenden Grundbesitzer hätten nichts gegen die Nutzung ihrer Wege – solange kein Dreck liegen bleibe.

VON DENNIS TESCH

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