Der Weihnachtsmann und seine Gehilfen fahren mit Gespann durch Tülau

Schöne Bescherung zum 3. Advent

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Die kleine Elisa freute sich über den Weihnachtsmann.

ard Tülau. Sie hatte sich so gut vorbereitet. Doch als es ernst wurde, da war Elisa dann doch ein wenig schüchtern. Zu groß war der Respekt vor dem vermeintlich bekannten, aber doch fremden Mann vor der Tür.

Der große Moment kam am Samstag gegen 17 Uhr. Das Glöckchen ertönte, es klingelte an der Tür, der Weihnachtsmann war da. Opa öffnete, Mutter Daniela Meyer kam, und Elisa ließ ein wenig auf sich warten, um sich dann an die Mama zu klammern. Dabei war der Weihnachtsmann recht freundlich, fragte nach einem kleinen Gedicht oder einem Lied, übergab sogar die Rute an seinen Gehilfen, der ihn mit der Spendendose begleitete.

Doch die Wirklichkeit war wohl zu überraschend, die Oma soufflierte ein Gedicht, und dann gab es für Elisa das Geschenk, dazu auch etwas für die tapfere Großmutter. Zuvor hatte Mutter Daniela dem Weihnachtsmann ein wenig den Bart gezupft, um zu sehen, wer dahinter steckt. Die fröhliche Kinderstimme war dann zu hören, als der Weihnachtsmann wieder auf dem Weg zu seiner Kutsche war. Die kam nicht auf Kufen daher, bei fast zehn Grad und Nieselwetter waren Räder geeigneter, und gezogen wurde das Gefährt, das Hermann Peckmann steuerte, statt von Rentieren von zwei Pferden. Durch den ganzen Ort liefen Oberweihnachtsmann Tobias Denike und die Begleiter. „Wir haben fünf Mäntel, so dass an jedes Haus ein anderer Weihnachtsmann gehen kann“, sagte Denike. Doch sollen die Kinder immer nur einen Weihnachtsmann sehen, um nicht verwirrt zu werden.

Am Wohnhaus von Meyers hatten die Weihnachtsmänner zudem aus Draht einen Weihnachtsbaum gebaut, der mit Lichterketten in die Ferne strahlte. 35 Päckchen hatten die Weihnachtsmänner an diesem Samstag auszuliefern. „Es waren schon mal 150“, hörte man, denn die Geschichte der Weihnachtsmänner reicht mehr als 40 Jahre zurück. „Und es macht Spaß“, erzählten die Männer. Am frühen Nachmittag waren die Päckchen in das Feuerwehrgerätehaus angeliefert worden. Die Ortswehr hatte die Tradition einst gestartet, doch inzwischen sind es nicht mehr die Brandschützer, die die Geschenke verteilen. „Wir sind einfach die Tülauer Weihnachtsmänner“, sagte Denike.

Am späten Nachmittag startete dann der Tross und fuhr die jeweiligen Adressaten an. „Manche Kinder sind auch mutiger und haben keine Angst oder Scheu“, meinten die Weihnachtsmänner. Die Geschenke wurden alle am Samstag zugestellt, persönlich vom Weihnachtsmann.

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