Sauberer, teurer, weniger

In Zukunft könnte der Strom für Gebäude und Liegenschaften in der Samtgemeinde sauber produziert werden. Der Bauausschuss gab für eine Ökostrom-Umstellung sein Okay. Foto: picture-alliance

Brome. Bei einer Enthaltung aus Reihen der CDU und einer Gegenstimme aus Reihen der SPD votierte der Bauausschuss der Samtgemeinde Brome am Montagabend dafür, die Gebäude der Kommune künftig mit Ökostrom zu versorgen. Nach Angaben von Verwaltungsvorstand Manuela Peckmann wird die Umstellung künftig pro Jahr mit etwa 2400 Euro zu Buche schlagen. Die Samtgemeinde müsse für den Ökostrom pro Kilowattstunde 0,39 Cent mehr bezahlen. Indes hat die BLU im Rathaus einen weiteren Antrag als Beitrag zur Energiewende eingereicht. Die Fraktion will, dass Energieeffizienz in die Beratungen und Beschlussfassung einbezogen werden.

Der Ausschussvorsitzende Peter Albrecht (SPD) warf bei der Sitzung die Frage auf, ob die Samtgemeinde ihren Ökostrom zwingend beim bisherigen Lieferanten LSW einkaufen müsse oder nach Ablauf der Vertragsbindung auf dem Markt vielleicht auch nach einer günstigeren Lösung Ausschau halten könne. Verwaltungsseitig hieß es dazu, dass die LSW als Konzessionär im Bromer Bereich einen Kommunalrabatt gewähre, mit dem sie bei Ausschreibungen stets vorn gelegen habe. Mit anderen Worten: Günstiger werde es die Samtgemeinde wohl nicht bekommen.

Rathauschef Jürgen Bammel erläuterte, dass davon auszugehen sei, dass die Bromer Konzessionen wohl wieder an die LSW vergeben werden. Der Ausschuss war sich weitgehend darin einig, dass die Kommune bei der Nutzung nachhaltiger Energien mit gutem Beispiel vorangehen solle, auch wenn es ein paar Euro mehr koste. Joachim Zeidler (CDU) zeigte sich jedoch kritisch: Er wolle lieber in Energie-Einsparmaßnahmen investieren als in Mehrausgaben für Ökostrom.

Die BLU stützt energiesparende Maßnahmen bei der Umstellung der samtgemeindeeigenen Gebäude und Liegenschaften. „Da 40 Prozent des Energiebedarfes in unserem Land auf den vorhandenen Gebäudebestand entfallen, sollen Untersuchungen der Liegenschaften und Gebäude und gegebenenfalls daraus folgende Investitionen entsprechend der Energiesparverordnung 2009 in die Beratung mit einbezogen werden“, teilt Fraktionssprecher Adolf Bannier mit. Als Beispiel nennt er die in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts gebaute Bromer Schule.

Der BLU-Antrag zur Energieeffizienz soll neben dem Antrag der Fraktion von CDU/Grüne/W-BUS Gegenstand der Beratung und Beschlussfassung im Bromer Samtgemeinderat werden.

Von Holger Boden und Benjamin Post

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