Rat muss über weiteres Vorgehen entscheiden

Samtgemeinde Brome: Werden Kita-Gebühren ausgesetzt?

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In den Kindertagesstätten der Samtgemeinde Brome werden aufgrund der Corona-Krise und damit ausfallender Betreuung die Gebühren für den Mai ausgesetzt.

Samtgemeinde Brome – Durch die Corona-Pandemie sind seit über einem Monat die Kindertagesstätten und Schulen geschlossen. Das benötigt hohes Maß an Flexibilität von Kindern, Lehrern und Familien.

Während nun die Schulen nach und nach den Unterricht wieder aufnehmen wollen, bleibt die Lage der Kitas noch ungewiss und der Großteil der Kleinen daheim.

Um den Eltern und Erziehungsberechtigten die momentane Situation zu erleichtern, haben sich Verantwortliche der Samtgemeinde Brome zum Ziel gesetzt, die Kindertagesstättengebühren für den Monat Mai vorerst auszusetzen.

Die derzeitige Lage beschert Eltern in manchen Haushalten Kopfzerbrechen. Homeoffice oder Kurzarbeit, vielleicht sogar der Verlust des Arbeitsplatzes – das Corona-Virus hat nicht nur Einfluss auf die momentane Betreuungszeit der daheimbleibenden Kinder, sondern auch auf die eigenen Finanzen. Um den betroffenen Eltern entgegenzukommen, will die Samtgemeinde die Kita-Gebühren für den kommenden Monat aussetzen.

„Derzeit gibt es in der Thematik eine hohe Dynamik“, erklärt dazu Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann. „Es ist zu früh, um eine fertige Lösung zum Umgang mit den Gebühren zu präsentieren.“ Man müsse die Gesamtsituation betrachten. „Die Corona-Krise ist nicht am 20. April oder am 4. Mai vorbei. Es hilft nur, nach links und rechts zu schauen und die Lage tagtäglich neu zu bewerten.“ Peckmann deutet darauf hin, dass noch keine Entscheidung der Kita-Öffnungen vonseiten der Politik gefällt wurde. Außerdem sei das weitere Vorgehen Sache des Samtgemeinderates.

„Ob, wie und in welchem Umfang die Gebühren erlassen werden, kann erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden.“ Sie geht davon aus, dass sich der Samtgemeinderat dazu im Mai oder Juni beraten wird. Situationen, die eine vorübergehende Schließung von Einrichtungen bringt, habe es auch in der Vergangenheit gegeben. „Verschiedenste Virus-Erkrankungen haben bereits zu temporären Kita-Schließungen geführt. Neu ist nun, dass es alle Einrichtungen gleichermaßen trifft.“

Peckmann weist ausdrücklich daraufhin, dass noch viele Fragen offen sind. „Wir brauchen ein runderes Bild. Was passiert zum Beispiel, wenn nach Wiederaufnahme des Kitabetriebes positive Fälle bei Kindern oder Erziehern auftreten? Wenn wir in verschiedenen Kitas unterschiedlich handeln müssten?“ Sie verdeutlicht, dass ein „Rattenschwanz an Szenarien“ vorstellbar sein könnte, dem sich die Samtgemeinde stellen muss.

VON HILKE BENTES

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