Dorferneuerungsprogramm: Kommunen wollen neuen Anlauf wagen

Samtgemeinde Brome: Sind aller guten Dinge vier?

Vier Kommunen aus der Samtgemeinde Brome – darunter wie hier abgebildet Tülau – starten den vierten Versuch zur Aufnahme ins Dorferneuerungsprogramm.
+
Vier Kommunen aus der Samtgemeinde Brome – darunter wie hier abgebildet Tülau – starten den vierten Versuch zur Aufnahme ins Dorferneuerungsprogramm.

Brome/Parsau/Tülau/Ehra-Lessien – Erst im Frühjahr hatten vier Kommunen aus der Samtgemeinde Brome eine erneute Enttäuschung beim Thema Dorferneuerung hinnehmen müssen.

Es war bereits der dritte Versuch, den sowohl die Gemeinde Parsau, Ehra-Lessien, Tülau, Brome und aus Wittingens Stadtgebiet Boitzenhagen gestartet hatten. Nun geht es in die vierte Runde.

Vor allem liegt die erneute Bewerbung, die am 1. August abgeschickt werden muss, an zwei grundsätzlichen Dingen: Der Glaube an das eigene Konzept gehört auf jeden Fall dazu. „Wir haben viel Arbeit in die Ausarbeitung gesteckt und sind weiterhin davon überzeugt“, erklärte Tülaus Bürgermeister Martin Zenk. Auch in Gesprächen mit Verantwortlichen des Amtes für regionale Landesentwicklung wurde ihnen das bestätigt. Das gebe Mut, den Antrag erneut zu stellen.

Die beteiligten Gemeinden haben nach fruchtbaren Gesprächen nur kleinere Details verändert und aktualisiert. Auch hinsichtlich der Konkurrenzsituation um die begehrten Fördermittel, die pro Maßnahme bis zu 73 Prozent mit einem Maximalvolumen von 500 000 Euro die ausgewählten Gemeinden und ihre Bürger unterstützen, müsse man dranbleiben. „Die Bewerberlage ist groß. Aber man hört immer wieder, dass andere Gemeinden auch vier oder mehr Anläufe gewagt haben, bis sie ausgewählt wurden.“ Deshalb lohne es sich der vierte Versuch.

Parsaus Bürgermeisterin Kerstin Keil hatte sich nach Bekanntwerden der erneuten Absage sehr geärgert und im ersten Moment verkündet, dass es keinen vierten Versuch geben würde. „Das war das Gefühl aus dem Bauch heraus“, bestätigte sie. Aber relativ zeitnah hatte sie ihren Frust vergessen. „Das liegt auch daran, dass wir nicht so einfach aussteigen können, selbst wenn wir wollten.“ Würde Parsau kapitulieren, wären auch die anderen Kommunen raus, „und das wollen wir natürlich auf gar keinen Fall.“ Außerdem sei die Dorferneuerung auch für Parsau eine riesige Chance, die die Gemeinde nun erneut versuchen will. Auch Keil glaubt an das Konzept. „Aber ich fand es die ersten drei Male auch schon sehr gut.“ VON HILKE BENTES

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare