Corona-Isolation für Kinder ein großes Problem

Samtgemeinde Brome: Jugendpflege besonders gefordert

Das Team der Bromer Jugendpflege um Christina Jensch (rechts) hat sich auch in der Corona-Zeit viele Ideen einfallen lassen, um für die Kinder in der Samtgemeinde da zu sein.
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Das Team der Bromer Jugendpflege um Christina Jensch (rechts) hat sich auch in der Corona-Zeit viele Ideen einfallen lassen, um für die Kinder in der Samtgemeinde da zu sein.

Samtgemeinde Brome – Jugendarbeit verändert sich. Und besonders in Zeiten von Corona stehen die Jugendpfleger der Samtgemeinde Brome vor Herausforderungen, davon ist Christina Jensch von der Jugendpflege überzeugt. Die Intensität der Betreuung habe sich verändert.

Die Corona-Zeit ist auch für die Jugendlichen eine besondere Situation.

„Oft wird der Blick auf die Wirtschaft geworfen, aber ab und zu werden mir die Kinder zu leicht vergessen“, sagt auch Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann, die durch die Verantwortlichen der Jugendpflege stets über aktuelle Entwicklungen informiert wird. „Für die Kinder geht es um Isolation und alltägliche Kommunikation, die ihnen ganz plötzlich fehlt.“

Deshalb habe das Jugendpflege-Team schon früh erkannt, dass man die Kinder auf anderen Wegen erreichen müsse. „Wir haben uns viele Gedanken gemacht, wie wir den Kontakt zu unseren Kindern und Jugendlichen weiter halten können“, erklärt Jensch. Mit Tür- und Angelgesprächen (das IK berichtete) sollte der Kontakt fortlaufend gesucht werden.

Das habe viel Vorbereitung gekostet. „Das wurde leider nicht ganz so gut angenommen, wie erhofft.“ Die Resonanz sei nur mäßig gewesen. Aber auf anderen Wegen haben die Jugendlichen in der Samtgemeinde den Kontakt gesucht. Es gab und gibt noch immer Telefonsprechstunden und Briefkästen. Auch die sozialen Medien wurden für einen Austausch genutzt. „Es gab viele verschiedene Briefe, die uns im Lauf der Zeit erreicht haben.“ So konnten die Verantwortlichen der Jugendpflege auf kurzem Weg mit den Kindern in Kontakt bleiben.

Das Team der Jugendpflege der Samtgemeinde ist zu einer konstanten Einheit geworden, berichtet Jensch. „Und die Notwendigkeit der intensiven Gespräche steigt weiter.“ Interessen von Kindern und Jugendlichen würden sich ständig verändern. „Wir sind gefordert, uns damit auseinanderzusetzen und darauf zu reagieren“, erklärt Jensch. Nicht Stillstand, sondern ständige Auseinandersetzung und Veränderung seien der einzige Weg, den Kindern und Jugendlichen wirklich zu begegnen und einen Zugang zu ihnen zu finden.

Das sieht auch Peckmann so. „Wir müssen im Bereich der Jugendarbeit neue Wege gehen. Die Corona-Zeit wird die Kinder nachhaltig prägen. Das ist schon ein einschneidendes Erlebnis.“ Deshalb schätzt sie die Arbeit der Jugendpfleger als sehr wichtig ein. „Die Kinder brauchen gerade in dieser Zeit die volle Unterstützung.“

Damit das bald wieder auch auf persönlicher Ebene klappt, sollen die fünf Jugendtreffs in Parsau, Ehra, Bergfeld, Brome und Rühen wieder geöffnet werden. Darauf freuen sich Jensch und Peckmann. „Aber da brauchen wir noch Vorbereitungen“, sagt Jensch. Die Jugendpflegerin rechnet mit ein bis zwei Wochen, aber dann soll es in den Jugendtreffs wieder losgehen. „Dabei geht es noch um ein Hygienekonzept, das wir umsetzen müssen. Wir bereiten die Öffnung vor“, bestätigt Peckmann.

VON HILKE BENTES

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