Landkreis legt Fünf-Jahres-Prognose vor / Viele Schüler gehen nach Wolfsburg

Samtgemeinde Brome: Immer weniger Schüler

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Die Rühener Grundschule ist mit 13 Klassen und 248 Schülern die größte in der Samtgemeinde Brome.

Samtgemeinde Brome – Die Schülerzahlen in der Samtgemeinde Brome werden in den nächsten Jahren weiter zurückgehen, das geht aus dem Statistikbericht zu den Schülerzahlen des Landkreises Gifhorn hervor.

Dabei bilden die Geburtenzahlen die Grundlage für die Berechnung des Schülerpotenzials.

In der Samtgemeinde ist seit 2013 ein steter Anstieg von 102 auf 162 Geburten in 2016 zu verzeichnen, in 2017 aber ein leichter Rückgang auf 160 Geburten. Damit liegt man im allgemeinen Trend des Landkreises.

Die Fünf-Jahres-Prognose des Schülerpotentials sieht analog dazu für den Primarbereich (Klasse 1) einen Anstieg der Schüler im Jahr 2021 voraus, ab 2023 dann wieder einen leichten Rückgang. Versetzt dazu wiederum sieht die Prognose zum Sekundarbereich I (Klasse 5) bis 2021 weiterhin einen leichten Rückgang der Schülerzahlen.

Diese Entwicklung ist seit Jahren im gesamten Kreisgebiet zu beobachten, so gibt es im laufenden Schuljahr 640 weniger Schüler in den Jahrgängen 5 bis 10 als noch im Schuljahr 2012/13. Ab 2022 sieht die Prognose aber wieder einen leichten Anstieg voraus: In der Samtgemeinde würde die Zahl von 155 (Schuljahr 2021/22) auf 166 (Schuljahr 2022/2023) steigen.

Derzeit werden in der Samtgemeinde Brome 1208 Schüler unterrichtet. Mit 49,1 Prozent sind knapp die Hälfte davon Grundschüler. Diese 594 Grundschüler verteilen sich auf die insgesamt 33 Klassen der fünf Grundschulen. Für jede der vier Klassenstufen gibt es acht Klassen. Für die erste und zweite Klassenstufe streng genommen sogar 8,5 Klassen, da in der Waldschule Tülau-Voitze die erste und zweite Klasse zusammen unterrichtet werden. Sie ist mit drei Klassen und 45 Schülern die kleinste Grundschule der Samtgemeinde. Die Größte ist die in Rühen, mit 13 Klassen und 248 Schülern.

Weiterführende Schulen gibt es nur in Rühen. Die Hauptschule Johannes Gutenberg ist dabei mit fünf Klassen und 72 Schülern deutlich kleiner als die Realschule Am Drömling mit 17 Klassen und 348 Schülern. Der allgemeine Trend in der Elternentscheidung geht vermehrt in Richtung der Realschule oder einer Integrierten Gesamtschule.

Für viele Familien liegt der Lebensschwerpunkt auch nicht in der Samtgemeinde oder im Landkreis. Daher besuchen derzeit 585 Schüler Einrichtungen außerhalb des Kreisgebietes. Ein guter Teil davon, 269 Schüler, geht an das Phoenix-Gymnasium oder an eine der drei Gesamtschulen (109 Schüler) in Wolfsburg.

VON DENNIS TESCH

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