Betreuungsbedarf steigt / Rühens Neubau wird nicht reichen

Samtgemeinde Brome: Es fehlen Krippenplätze

In der Samtgemeinde Brome fehlen Krippenplätze. Der Bedarf kann im Moment nicht gedeckt werden. Es wird nach Alternativen gesucht.
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In der Samtgemeinde Brome fehlen Krippenplätze. Der Bedarf kann im Moment nicht gedeckt werden. Es wird nach Alternativen gesucht.

Brome – Der Bedarf ist höher als das Angebot: So lautet das derzeitige Fazit von Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann mit Blick auf Krippenplätze. Die ersten Absagen mussten nun erteilt werden. Aber die Samtgemeinde Brome sucht Alternativen.

Mit dem Neubau in Rühen wird allerdings das Problem nicht komplett gelöst werden können. So viel stehe bereits fest.

Sechs neue Gruppen entstehen neben der Grundschule am Drömlingsweg. Drei Betreuungsräume für Kita-Kinder, drei für Krippen-Kinder. In den Planungen wurde bereits berücksichtigt, dass die Räume die Anforderungen für beide Zwecke erfüllen. So könne – falls es zu einem Engpass kommen sollte – schnell gehandelt und getauscht werden. Vermutlich werden noch nicht alle mobilen Bauten, die es im Moment in Rühen gibt, mit dem Neubau abgelöst werden können. Das Ziel, sich nach und nach davon zu entfernen, gibt es aber weiterhin. Ob damit dann alle Krippenplätze abgedeckt werden können, sei daher fraglich.

Suche nach möglichem Standort

Der Blick auf das kommende Jahr zeigt: Der Andrang wächst weiter: „Wir haben eine ganze Ecke an neuen Anmeldungen für neue Kita-Halbjahr 2021 bekommen“, berichtet die Samtgemeindebürgermeisterin. Es habe eine Priorität, dass schnellstmöglich wieder alle Kinder in der Samtgemeinde betreut werden können. Aber eine leichte Aufgabe sei es nicht.

Die Samtgemeinde sucht nach einem weiteren Ort, um an- oder neuzubauen. Ob das am Ende in Tiddische, Brome, Ehra-Lessien oder Parsau sein wird, damit wird sich der Samtgemeinderat beschäftigen müssen.

Der Standort Bergfeld wurde für eine kurzfristige Lösung geprüft, aber als nicht umsetzbar deklariert. Die baulichen Umwandlungen ließen sich nicht realisieren, so Peckmann. Im Nachmittagsbereich hat die Samtgemeinde weitere Plätze angeboten. Aber ob das reicht?

Eine weitere Maßnahme, um auch im Kita-Bereich der Nachfrage gerecht werden zu können, wird nun in Tiddische vollzogen: Die dortige kleine Gruppe wird auf 23 Kinder aufgestockt. Aktuell sind es noch bedeutend weniger.

Wie sich der Betreuungszustand in den laufenden Jahren verändert, das könne man mit Blick auf die Corona-Krise nicht einschätzen. Viele Szenarien seien denkbar. Der Blick allein auf die Bevölkerungsentwicklung könnte nicht mehr ausreichen. VON HILKE BENTES

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