Dorfregion: Wieder die Absage

Samtgemeinde Brome: Dritter Anlauf für Kommunen gescheitert

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Die geplante Bromer Verkehrsberuhigung an der Salzwedeler Straße muss ohne Fördergelder auskommen.

Samtgemeinde Brome– In einigen Gemeinden der Samtgemeinde Brome hatte man Anfang des Jahres auf eine Zusage bezüglich der Aufnahme in das Förderprogramm der Dorfregion gehofft.

In Tülau, Brome, Parsau und Ehra-Lessien haben die Verantwortlichen auf das Erreichen des Dorfentwicklungsprogramms des Landes Niedersachsen spekuliert, um mit den Fördergeldern größere Investitionen anzugehen.

Nun kam die Absage, es hat nun zum wiederholten Mal nicht gereicht. Die Enttäuschung ist in den Gemeinden groß.

In Brome soll es einen neuen Anlauf geben

Bromes Bürgermeister Gerhard Borchert zeigt sich frustriert. Es war der dritte Anlauf für die Aufnahme in das Förderprogramm, aber auch nun hat es nicht gereicht. „Natürlich herrscht ein großes Bedauern über die Tatsache.“ Er habe die Ratsmitglieder über die erneute Absage bereits informiert. Borchert fand das abgelieferte Konzept überzeugend und hatte die Aufnahme in diesem Jahr als wichtiges Ziel deklariert.

Die Frage nach dem Warum beschäftigt Borchert nun. „Wir wüssten gerne, was uns gefehlt hat. Wir werden auf jeden Fall nachfragen, woran es gelegen hat.“ Er verweist auf das komplexe System, welches das abgegebene Konzept bewertet. „Wenn ich wüsste, an welcher Stelle uns Punkte fehlen, damit wir unsere Position verbessern könnten, dann würden wir nun nicht so im Dunkeln tappen.“

Bromes Bürgermeister weist darauf hin, dass geplante Investitionen weiterhin umgesetzt werden müssten. „Aber dann ohne mögliche Fördergelder. Wenn man nicht die volle Summe für die Umsetzung diverser Projekte zur Verfügung hat, dann stößt man als Gemeinde natürlich auch an finanzielle Grenzen.“

Weiterhin erklärt er, dass man nicht unbegrenzt auf die gewünschte Aufnahme warten könne. Bromes Bürger würden erwarten, dass Projekte angegangen werden. „Aber wie finanzieren wir das?“, lautet die Frage, die sich Borchert und die anderen Gemeinden stellen müssen. Die Mittel seien schließlich endlich. Auch für private Investoren tue es ihm leid. „Viele Bürger haben natürlich darauf gehofft.“ Borchert schließt aber nicht aus, dass es einen erneuten Anlauf in Brome geben wird.

In Parsau ist das Thema vom Tisch 

Für Parsaus Bürgermeisterin Kerstin Keil ist das Thema Dorfregion vom Tisch. „Ich denke nicht, dass wir es noch einmal probieren werden.“ Schließlich habe man viel Geld und Arbeit in die Planungen für das Förderprogramm gesteckt. Sie hatte jedoch schon nicht mehr mit einer Zusage gerechnet. „Unser Konzept war gut, sogar sehr gut. Aber da es die ersten beiden Male schon nicht geklappt hat, wieso hätte es dann jetzt noch klappen sollen?“ In Parsau resigniert man in Sachen Fördergelder. Man müsse nun versuchen, die Investitionen selbst zu tragen. „Es bleibt uns ja nichts anderes übrig.“ Aber Keil bestätigt auch, dass die Situation in Parsau ohne die Fördergelder eine andere sein wird. Das Förderprogramm des Landes wäre eine Chance gewesen. „Aber wir machen das Beste daraus.“

Wie es in den Gemeinden Tülau und Ehra-Lessien weiter geht, ist noch ungewiss.

VON HILKE BENTES

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