Entscheidung der Gemeinde: Rückbau statt Baugenehmigung

SV Rühens Grillhütte ist zu groß

Die Grillhütte des SV Rühen ist zu groß. Nach längeren Diskussionen zwischen Sportverein und Gemeinde muss sie auf eine Größe von 40 Kubikmetern zurückgebaut werden.
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Die Grillhütte des SV Rühen ist zu groß. Nach längeren Diskussionen zwischen Sportverein und Gemeinde muss sie auf eine Größe von 40 Kubikmetern zurückgebaut werden.

Rühen – Die Entscheidung ist gefallen: Die Grillhütte des SV Rühen muss zurückgebaut werden. Das hat nun der Gemeinderat Rühen bei seiner jüngsten Sitzung entschieden. Damit endet ein längeres Tauziehen um die ohne Baugenehmigung erbaute Hütte.

Diese Entscheidung konnte aber nicht jeder nachvollziehen.

2019 hatte der Sportverein die Bautätigkeiten für eine Geräte- und Grillhütte aufgenommen, die vom Bürgermeister Karl Urban untersagt wurden. Intensive Gespräche führten schlussendlich dazu, dass der Sportverein einen Antrag auf Errichtung stellte. Der Verwaltungsausschuss stimmte diesem Antrag im August 2019 zu. „Die Bedingung für diese Zustimmung war jedoch, dass so gebaut wird, dass keine Baugenehmigung benötigt wird. Das hat der Verein uns dann auch schriftlich bestätigt“, erklärte Rühens stellvertretender Bürgermeister Hermann Jordan. Die schriftliche Genehmigung dieses Vorhabens folgte dann durch die Gemeinde.

Damit hatte sich die Diskussion aber noch nicht erledigt. Anfang des Jahres wurde festgestellt, dass die Hütte die zugesicherten Höchstmaße überschreitet. Das teilte die Gemeinde dem Sportverein auch mit. „Dabei wurde uns ein Rückbau zugesichert“, erklärte Jordan.

Aber auch im Lauf des Frühjahrs kam es zu keinem Rückbau durch Seiten des Vereins. Im Juli wurde erneut das Gespräch gesucht. „Dabei teilte der Verein der Gemeinde mit, dass kein Rückbau erfolgen soll. Stattdessen wolle der Verein nachträglich eine Baugenehmigung beantragen, da die Grillhütte das Gelände aufwerten würde.“

Um eine endgültige Entscheidung zu fällen, hatte zuerst der Verwaltungsausschuss und nun der Gemeinderat über das weitere Vorgehen entschieden. Mehrheitlich sprach sich der Gemeinderat dafür aus, dass es zu keiner Baugenehmigung, sondern zu einem Rückbau kommen soll. Auf 40 Kubikmeter, also die Größe, die keinen Antrag benötige. Im Ratsrund wurde diese Entscheidung nicht von allen getragen. Einen ähnlichen Fall habe es vor sieben Jahren in Brechtorf bei dem Bau eines Pumpenhauses gegeben. Dort wurde kein Rückbau gefordert. „Uns wurde mehrmals zugesichert, dass sich an die Höchstmaße gehalten wird“, erinnerte Jordan. Es stelle einen anderen Sachverhalt dar.

Mitglieder des Sportvereins konnten diese Entscheidung nicht verstehen. Sie erinnerten an Gespräche, bei denen eine nachträgliche Baugenehmigung als Option genannt wurde. Zwischen dem Sportverein und Jordan blieb es bei unterschiedlichen Meinungen zu getätigten Absprachen. Der Rückbau dagegen ist beschlossene Sache. VON HILKE BENTES

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