Platz für 122 Kinder

Einweihung der Kita Pfiffikus in Rühen 

Kita Pfiffikus mit Gästen.
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Geschenke für einen gelungenen Start: Die Kindertagesstätte Pfiffikus wurde am Montag eingeweiht.
  • Hilke Bentes
    VonHilke Bentes
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Rühen – Einen Meilenstein gab es am Montagabend (23. August) in der Samtgemeinde Brome zu feiern: Die Kindertagesstätte Pfiffikus in Rühen wurde feierlich und nun auch ganz offiziell eröffnet. Die ersten Besucher waren Mitglieder des Samtgemeinderates, der Verwaltung und Verantwortliche der angrenzenden Einrichtungen aber nicht – bereits im Juli hatten die ersten Kita-Kinder das sechszügige Gebäude und die großzügigen Außenanlagen erkundet.

„Es ist der erste ganz große Schritt beim Standortkonzept Rühen, und das ganz pünktlich zum neuen Kita-Jahr“, freut sich Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann. Denn nicht nur die Schulen sind Teil der großen Umgestaltung, auch der Kita-Bereich soll sich mit den baulichen Maßnahmen an die neue Struktur anpassen. Später, wenn die endgültige Umgestaltung des Schulbereichs abgeschlossen ist, wird sich die Kita Pfiffikus mit dem dann vergrößerten Grundschulbereich ein Areal teilen.

Von dem ersten Ratsbeschluss bis zur Fertigstellung hatte es insgesamt vier Jahre gedauert. Und manche planerischen Entscheidungen wurden im Laufe der Zeit über Bord geworfen. Liefen die ersten Konzepte auf insgesamt vier Gruppen hinaus, stockte man mit Blick auf den Bedarf an Betreuungsplätzen auf sechs Gruppen auf. Und darüber zeigten sich alle Beteiligte am Montagabend sehr froh. Es sei eine überaus kluge Entscheidung gewesen.

Im Juni 2017 wurden die planerischen und sachlichen Voraussetzungen für eine zukunftsweisende Kita auf der Grünfläche an der Grundschule geschaffen. Das erklärte Ziel: Sicherung der bedarfsgerechten Versorgung, Ablösung der Pavillons. Anfang 2019 gab es das Konzept, das mit dem Planungsbüro und den Verantwortlichen der Kitas, Schulen und der Verwaltung abgestimmt und entwickelt wurde. „Mit der Schaffung der neuen Kindertagesstätte haben wir die benötigte Infrastruktur für junge Familien in und um Rühen geschaffen und verbessert“, sagte die Rathaus-Chefin zufrieden.

„Und das ist jetzt das Ergebnis“, freute sich Peckmann, die die Vertreter aus Politik und Elternschaft auf dem Außengelände begrüßte. Nach 22-monatiger Bauzeit und Kosten in Höhe von 3,3 Millionen Euro umfasst die Kindertagesstätte nun 1250 Quadratmeter und bietet Platz für 122 Kinder. Das zweiflüglige Gebäude bietet in dem orangen Teil Platz für drei Gruppen der Kindergartenkinder, in dem grünen Flügel finden die Krippenkinder mit ebenfalls drei Gruppen ihr Reich. Im Mittelteil, in Gelb gestaltet, befindet sich der Bewegungsraum. Die Kindertagesstätte soll Lösungen für unterschiedliche Fragen bieten. So können die Räume flexibel genutzt werden. „Das hilft uns, auf unterschiedliche Gegebenheiten zu reagieren“, sagte Peckmann. In Rühen gibt es fortan auch eine Integrationsgruppe, die zweite neben Ehra.

Zum jetzigen Start gibt es zwei Regelgruppen (von drei Jahren bis zum Schuleintritt) und eine altersgemischte Gruppe. Dazu wird eine Gruppe mit Einzelintegration angeboten, berichtete Peckmann. Auch der Außenbereich soll den Kinder Platz und Bewegungsanreize bieten. Die Spielgeräte können von allen Altersstufen genutzt werden. Eine Bobby-Car-Bahn verläuft wellenartig um das gesamte Außengelände – als eine gute Möglichkeit, um die Kinder in ihrer Motorik zu schulen.

Kopfzerbrechen gab es bei den Planungen aufgrund der Parkplatzsituation. Gerade zu den Stoßzeiten wollte der Samtgemeinderat eine Entzerrung schaffen, und entwickelte deshalb mehr Parkmöglichkeiten als notwendig. Und die Gemeinde Rühen sicherte Montagabend durch Bürgermeister Karl Urban zu, dass noch weitere Parkplätze kommen werden.

Zu der offiziellen Einweihung war ein weiterer besonderer Gast nach Rühen gekommen. Heinz-Werner Kemmling ist Gründer des Modellprojekts „WEMP“, was für Werkstatt elementare Musikpädagogik steht. Dabei liegt die musikalische Früherziehung der Kinder (das IK berichtete) im Fokus. Die Einrichtung will einen Schwerpunkt auf genau diese musikalische Bildung legen. „Sprache, Musik und Bewegung, das ist für mich der Schlüssel“, sagte Kemmling, der sich auf die nächsten Besuche schon jetzt sehr freut.

Die Einrichtungsleiterin Rodena Schmiedchen freut sich auf die Zukunft in der neuen Kita. Besonders die Großzügigkeit gefiel ihr. „Ich werde wohl einen Roller brauchen, um schnell von A nach B zu kommen“, sagte sie schmunzelnd.

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