„Wir sind angekommen“

Rühen: Initiatoren und Betreiber des Seniorenwohnparks ziehen erste Bilanz

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Stolz auf „ihren“ Seniorenwohnpark: Eva Buder (v.r.), Mario Krähe, Karl-Peter Ludwig und Helene Buhl.

Rühen – Knapp fünf Jahre nach den ersten Planungsgesprächen kamen Initiatoren, Träger und Betreiber des Seniorenwohnparks Drömling in Rühen im „Klönzimmer“ desselben zusammen und zogen ein erstes Fazit.

„Wir wurden hier von Anfang an mit offenen Armen empfangen“, sagte Eva Buder, Geschäftsführerein der Volkssolidarität habilis, die der Träger der Einrichtung ist.

„Der Vertrauensvorschuss ermöglichte einen sehr guten und leichten Start.“ Den hatte sie von der Gemeinde bekommen – und dem damaligen Bürgermeister Karl-Peter Ludwig. „Es war ein Glücksfall, dass das damals so problemlos verlief“, weiß Ludwig mit Blick auf neue Bestimmungen zu Grundzentren aus Braunschweig.

2014 hatte man einen Träger für ein Seniorenheim in Rühen gesucht. Über mehrere Ecken kam man mit der Volkssolidarität ins Gespräch, die nicht abgeneigt war, ihr erstes Haus in Niedersachsen zu eröffnen. Auf Einladung besichtigte der Gemeinderat andere Einrichtungen des Trägers, das Konzept überzeugte: „Dann ging das ruckzuck“, erinnert sich Ludwig. Es habe zwar kurz Ärger mit dem Landkreis gegeben, da sei Ludwig aber hart geblieben. „Und im Rat gab es keinen Gegenstrom, kein Parteidenken“, sagte er. Schon im September 2017 konnte man eröffnen.

Ganz fertig ist man aber noch nicht, so kann etwa das Café noch nicht wirklich eröffnen, sind nicht alle der eigentlich verfügbaren 60 Einzelzimmer belegt. „Wir wollen alles aus einer Hand anbieten“, sagt Mario Krähe, der Leiter der Einrichtung. „Aber beim aktuellen Personalmangel ist das nicht so einfach.“ Wie alle in der Pflegebranche, suche man händeringend. „Wir wollen auch nur so viele Menschen aufnehmen, wie wir angemessen versorgen können.“

Diejenigen, die einen Platz bekommen haben, würden sich aber sehr zufrieden zeigen. „Wir hören nur Positives“, sagte Ludwig. Gerade die Verzahnung mit den Menschen im Ort und Vereinen sei gut gelungen.

Das DRK etwa war von Anfang an involviert. „Eine Zusammenarbeit, die sich auszahlt“, sagt die Vorsitzende Helene Buhl. Regelmäßig bringe man mit Kindern gefüllte Busse zum Wohnpark. Jung und Alt verbringen dann ein paar schöne und kreative Stunden miteinander. „Davon profitieren alle“, weiß Buhl. „Da entwickeln sich Freundschaften.“

Auch andere Vereine seien gut eingebunden. „Diese Öffnung nach außen ist uns sehr wichtig“, betonte Krähe. Die Leute sollen wissen, wie es sich im Seniorenwohnpark lebt, die Bewohner sollen Kontakt nach draußen haben. Das offene Konzept ginge auf: „Wir sind hier sehr gut angekommen“, so Buder.

VON DENNIS TESCH

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