Verwaltungsausschuss möchte Gutachten erstellen lassen

Rühen: Fällt die Linde oder nicht?

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Ratsherr Wilfried Sievers macht mobil. Seiner Meinung nach darf die Gemeinde beziehungsweise der Verwaltungsausschuss nicht einfach entscheiden, dass die Linde in Rühen gefällt wird.

Rühen. Ratsherr Wilfried Sievers (W-Bus) ist fassungslos. Die Gemeinde Rühen plant, die etwa 120 Jahre alte Linde am Denkmalsplatz in Rühen zu fällen. „Angeblich sollen die Äste eine Gefährdung darstellen. Geplant ist, dann eine neue Linde zu pflanzen“, ärgert sich Sievers.

Immerhin würde es nahezu 70 Jahre dauern, bis der neue Baum die stattliche Größe der jetzigen Linde erreicht hat.

Das letzte Wort ist allerdings noch nicht gesprochen. Jetzt hatte der Verwaltungsausschuss (VA) der Gemeinde Rühen das Thema auf seiner Tagesordnung. Und dieser habe nun entschieden, wie Sievers dem IK mitteilt, ein Baumgutachten erstellen zu lassen. Erst danach soll entschieden werden, welche Maßnahmen für den Baum ergriffen werden. Zudem stellt Sievers den Antrag, das Thema Linde als weiteren Tagesordnungspunkt auf die Rühener Gemeinderatssitzung am 28. August zu nehmen. Der Brechtorfer fordert neben der Erstellung eines Gutachtens zur Standfestigkeit der Linde auch einen Alternativ-Vorschlag des Gutachters zum Erhalt der Linde.

Sievers wundert sich über das Vorgehen der Gemeinde: „Warum werden solche Dinge nicht öffentlich besprochen? Ich erwarte mehr Sensibilität seitens der Gemeinde und des VA bei solchen Angelegenheiten.“ Sievers ist überzeugt, dass der Stamm der Linde in Ordnung ist. Es gehe lediglich um das Holz in der Krone. Aber dort könnte man die toten Äste schon jetzt herausschneiden und im Februar Pflegemaßnahmen vornehmen. Soll heißen: ein drastischer Rückschnitt der Äste bis zur ersten Gabelung. Das sind etwa 4,5 Meter. „Das macht der Linde überhaupt nichts aus. Der Baum wird wieder vollkommen bis August austreiben“, sagt Sievers, der keine Gefahr in Vollzug sieht.

Von Carola Hussak

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