Start der Maßnahmen für Eischotter Sportheim und Bauhof-Bau steht bevor / Probleme beim zweiten Sportplatz

Rühen: Blühstreifen gegen den Eichenprozessionsspinner

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Rühen: Bei den Planungen für einen zweiten Sportplatz müssen noch einige Probleme gelöst werden – dazu zählt unter anderem die Verlegung des Bolzplatzes (im Bild).

Rühen – Nicht nur mit dem Besprühen vom Boden und aus der Luft wird gegen den Eichenprozessionsspinner (EPS) vorgegangen.

In Rühen wurden kürzlich auch an mehreren Stellen Blühstreifen angelegt, „um die Population der Fressfeinde des EPS zu erhöhen“, teilte Rühens Bürgermeister Karl Urban bei der jüngsten Ratssitzung mit.

In seinem Bericht dankte er Anna Hoffmeister, die die Online-Petition über eine Forderung nach finanzieller Unterstützung durch das Land Niedersachsen bei der EPS-Bekämpfung ins Leben gerufen hatte (das IK berichtete), sowie Ortsbrandmeister Jens Hohnke und allen Unterstützern. „Leider hat sich das Land nicht dazu bewegen lassen, sich an den Kosten zu beteiligen. Es ist schon sehr traurig, dass es in Sachsen-Anhalt möglich ist, aber in Niedersachsen die Kommunen allein gelassen werden“, kritisierte Urban. Nichtsdestotrotz sei bereits zwei Wochen vor den Helikoptereinsätzen, bei denen kürzlich ausgehend von Rühen vom EPS befallene Gebiete im gesamten Kreisgebiet besprüht worden waren, mit dem Besprühen vom Boden aus begonnen worden.

Wie Urban berichtete, habe der Landkreis ein Halteverbot in Brechtorf an der Lindenstraße gegenüber der Ausfahrt des Forstweges abgehlehnt. Weiter teilte er den Sachstand zu Bauprojekten in der Gemeinde mit. Die Planungen für den Bau des Bauhofes in Rühen sowie für den Anbau an das Sportheim in Eischott gingen nun zügig voran „und es kann mit einem baldigen Baubeginn gerechnet werden.“

Schlechter sehe es dagegen für den Bau eines zweiten Sportplatzes aus. Ein solcher ist am Bolzplatz angedacht. „Das erforderliche Bodengutachten zeigte, dass es erhebliche Mehrkosten ausmachen würde, an dieser Stelle einen vernünftigen Rasenplatz hinzubekommen“, erklärte Urban. „Deswegen laufen noch weitere Planungen, um einen kostengünstigeren Platz zu finden.“ Es gebe beispielsweise Probleme betreffend des Lärmschutzes, der Zufahrt, des Parkplatzes oder der Verlegung von Basketball- und Bolzplatz zu lösen. „Wir sind nach wie vor bemüht, alles schnellstmöglich zu erledigen“, sagte Urban. „Unser Ziel werden wir dennoch nicht aus den Augen verlieren.“

Hintergrund: Der SV Blau-Weiß Rühen ist – wie die Ortschaft auch – in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen. Rund 550 Mitglieder zählte der Verein bei der jüngsten Jahreshauptversammlung, es gibt auch eine große Fußballjugendabteilung. Seit langem wünscht sich der Verein deshalb einen zweiten Sportplatz, um Platzprobleme zu lösen.

at

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