IK-Ausblick 2019: Ärztehaus, Baugebiet und Wegebau sind 2019 Thema

„Rühen bleibt ja nicht stehen“

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An der Koleitsche in Rühen wird weiter fleißig gearbeitet: Das Ärztehaus entsteht, das Baugebiet wächst.

Rühen – Neues Jahr, neue Aufgaben: Die Gemeinde Rühen hat eine lange Liste abzuarbeiten. So werde im April oder Mai der erste Spatenstich am neuen kommunalen Bauhof am Funkturm angesetzt.

Bürgermeister Karl Urban verrät im IK-Gespräch, was noch ansteht.

• Neues Ärztehaus: „Höchste Priorität hat nach wie vor das Ärztehaus“, erklärt er. Die Planungsphase laufe auf Hochtouren, die Betreiber würden miteinbezogen. Man verhandle mit der Tagespflege, der Apotheke, dem Physiotherapeuten sowie dem Zahnarzt und dem Dentallabor. „Was fehlt, sind Ärzte“, bemängelt Urban. Es sei schwer, junge Nachwuchskräfte zu locken. „Die wollen angestellt sein und keine eigene Praxis haben“, erklärt Urban. Dabei seien die Voraussetzungen in Rühen gut, die Konkurrenz überschaubar, dazu gebe es Förderungen. Urban ist sich aber sicher, einen Arzt unterbringen zu können, etwa durch bundesweite Ausschreibungen, wenn das Ärztehaus erst steht. „Und wenn wir die an den Haaren herbeiziehen müssen“, lacht er. Nötig sei ein weiterer Arzt. „Rühen bleibt ja nicht stehen“, sagt Urban, „es wächst.“

• Bauen an der Koleitsche: Damit das so bleibt, sollen weiter Baugebiete geschaffen werden. Mit dem zweiten Bauabschnitt in der Koleitsche hat man bereits begonnen. „Das wird ruckzuck voll sein“, freut sich Urban. Der dritte Abschnitt bis zum Waldrand wird nächstes Jahr angegangen. Verkauft sei alles und die Warteliste lang.

• Rühen als Grundzentrum: Das Wachstum seiner Gemeinde sieht Urban als gutes Zeichen, noch in diesem Jahr Grundzentrum zu werden. Schon seine Vorgänger hätten sich sehr darum bemüht. „Wir warten sehnsüchtig darauf“, sagt Urban, „dann könnten wir richtig loslegen.“ Mit der Einstufung als Grundzentrum öffneten sich andere Möglichkeiten, Rühen noch besser zu gestalten. Urban träumt etwa von einem größeren Supermarkt und einer Drogerie. Im Mai erwartet er die Entscheidung des Regionalverbandes.

• Alle Wege führen nach Rühen: Ebenfalls lange wartet man schon auf den Radweg nach Parsau, der nun kommen soll. Urban hofft aber auf mehr: „Der Lückenschluss des Radwegenetzes Gifhorn-Wolfsburg ist lange hinfällig.“ Mit einer Verbindung zwischen Brechtorf, Eischott und Velstove wäre dies geschaffen. Dies sei auch touristisch wichtig. „Rühen wäre dann das westliche Tor zum Biosphärenreservat Drömling“, erklärt Urban.

Die Ortsdurchfahrt soll komplett saniert werden. Ende 2019, Anfang 2020 fange man an. „Wenn man einmal anfängt, dann gleich richtig“, meint Urban. Darum werden auch direkt alle Nebenanlagen, die Beleuchtung und die Gosse mit erneuert.

• Neue Sportanlagen: Die sportlichen Rühener dürfen sich ebenfalls auf Neuerungen freuen. Der zweite Sportplatz hinter der Feuerwehr soll 2020 zum 100-jährigen Bestehen des SV Rühen angegangen werden. In Eischott wird ab Mai das Sportheim erweitert. Der Sportbetrieb kann weiter laufen, während bis zum Ende des Jahres neue Dusch- und Aufenthaltsräume an der Westfassade angebaut werden.

Weitere Großprojekte sind der Kita- und Schulumbau sowie die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners.

VON DENNIS TESCH

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