Mental Health Kampagne

Tülauer stellt mentale Gesundheit in den Fokus

Festival in Hannover
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Robin Werner (r.), gebürtiger Tülauer, hat zusammen mit seinen Bandkollegen eine Kampagne gestartet, um über mentale Gesundheit aufzuklären. Dazu gehörten niedersachsenweit auch Festivals, die durch Expertenrunden, Musik und Podcasts ergänzt wurden. Im neuen Jahr soll noch ein Kurzfilm erscheinen.
  • Hilke Bentes
    VonHilke Bentes
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Tülau/Hannover – 2021 war für den gebürtigen Tülauer Robin Werner ein ganz besonderes Jahr. Der selbstständige Musik-, Medien- und Event-Manager, der derzeit noch in Hannover lebt, aber wieder in die Samtgemeinde Brome zurückkehren will, hat neben dem Voitzer Musikfestival „Fill the Void“ eine Kampagne gestartet, die die mentale Gesundheit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit stellt (das IK berichtete). Dazu gehörten Konzerte, Podcasts, Blogs – und ein Kurzfilm, der im kommenden Jahr erscheinen soll.

Zusammen mit seinen Bandkollegen von „Letters Sent Home“ machte Werner niedersachsenweit und auch in Nordrhein-Westfalen auf Angststörungen, Depressionen und andere psychische Leiden aufmerksam. Bei den „Helpless But Hopeful“-Festivals gab es Expertenrunden und einen Diskussionsaustausch von Betroffenen.

Ob in Aachen, Lüneburg, Hannover oder Braunschweig, die Kampagne sollte den Raum für einen Dialog schaffen. Aufgrund der Corona-Krise musste die letzte Station in Wolfsburg leider ausfallen. „Aber die Festivals waren ein Erfolg“, so Werner beim Rückblick auf die Kampagne, die auch durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert wurde. Werner und das restliche Team hatten den Eindruck, mit diesem Projekt wirklich etwas bewirken zu können.

Podcast und Kurzfilm folgen 2022

Die bei den Festivals live aufgenommenen Podcast-Folgen sollen in den kommenden Wochen noch auf den bekannten Streaming-Diensten veröffentlicht werden. Auch der eigens gedrehte Film, bei dem bereits alle Szenen im Kasten sind, soll im Frühjahr erscheinen. Zuvor kann sich Werner vorstellen, damit auch auf Kurzfilm-Festivals zu ziehen.

Besagter Film stellt die Lebenswelt einer jungen Erwachsenen dar. „Der Zuschauer kann die Emotionen und dazugehörigen Gedanken unserer Protagonistin Lina verfolgen, die sich mit mentaler Gesundheit, Homophobie und Klimaschutz auseinandersetzt.“ Der Film solle sogenannte „Trigger“ setzen, die die Zuschauer und deren Gedanken konfrontieren. Die dazu passende Musik kommt von der Band selbst. Später soll der Film auch auf Youtube frei verfügbar sein.

Das Projekt hat die Wolfsburger Band bundesweit vernetzt. Derzeit unterstützen sie die Initiative „U25 Deutschland“. Dabei handelt es sich um eine bundesweite Beratungsstelle, die suizidgefährdeten, jungen Erwachsenen in Krisen unterstützend zur Seite steht. Diese Beratung wird per E-Mail durch speziell ausgebildete, ehrenamtliche Gleichaltrige („Peers“) vorgenommen.

Dabei wird „U25 Deutschland“ auch gemeinsam mit dem Deutschen Caritasverband (DCV) angeboten und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Werner und das restliche Team führen derzeit den Instagram-Kanal und beteiligen sich an der Initiative „Gemeinsam statt einsam“.

In diese Richtung soll es für Werner auch 2022 weitergehen. Der gebürtige Tülauer will auch weiterhin über Depressionen aufklären.

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