Rühen: Auch 7. bis 10. Klassen sollen vom Angebot profitieren / Attraktivität soll dadurch steigen

Realschule will Ganztag ausweiten

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Der Schulausschuss der Samtgemeinde Brome empfahl in seiner letzten Sitzung, dass Ganztagsangebot an der Realschule am Drömling in Rühen auch für die Klassen 7 bis 10 auszuweiten. 

Rühen/Brome. Die Realschule am Drömling in Rühen will ihr offenes Ganztagsangebot ausweiten. Einen entsprechenden Antrag stellte die Schule nun kürzlich im Schulausschuss der Samtgemeinde Brome, der einstimmig an den Rat empfohlen wurde.

Seit dem Schuljahr 2016/17 wird die Realschule als offene jahrgangsbezogene Ganztagsschule für die Jahrgänge 5 und 6 geführt.

Wird der Antrag angenommen, sollen auch die Jahrgänge 7 bis 10 ab dem Schuljahr 2019/20 von dem offenen Ganztagsangebot profitieren und die Attraktivität der Realschule weiter gesteigert werden. Die Samtgemeinde Brome kommt dabei als Schulträger für die Sachkosten in Höhe von 25 000 Euro auf.

Das Ganztagsangebot selbst soll an vier Schultagen pro Woche bestehen. Astrid Leibach (Grüne) denkt allerdings, dass die 9.- und 10.-Klässler an dem Angebot kein Interesse mehr haben und nicht am Angebot teilnehmen werden. Holger Schulz von der Verwaltung entgegnete, dass das Angebot nicht verpflichtend und verbindlich sei. „Insoweit können die Eltern entscheiden, ob sie dieses offene Angebot annehmen oder nicht.“ Mit dieser Antwort war das Ausschussmitglied aber noch nicht zufrieden, und hakte weiter nach, ob es schon Erhebungen oder Zahlen gebe, inwieweit das Angebot in den verschiedenen Klassen genutzt werde. Schulz verneinte. Erst wenn das Schuljahr vorbei sei, könnten tatsächliche Zahlen eruiert werden. „Vorher können wir nur in die Glaskugel gucken“, sagt er.

Lehrervertreterin Elke Treptow-Lampert erklärt zudem, dass es insbesondere darum gehe, den Schulstandort Rühen attraktiver zu machen. „Gerade für die Schüler und Eltern, die nach Vorsfelde abwandern. Das ist immer eine erhebliche Zahl an Schülern.“ Die Realschule müsse die Schüler dann ziehen lassen, weil sie der Begründung, die Schüler möchten eine Ganztagsbetreuung, nichts entgegensetzen kann. Dadurch entstünden für die Samtgemeinde Kosten. „Dem würden wir gerne entgegenwirken“, sagt Treptow-Lampert. Tobias Behrens (CDU) hakte an diesem Punkt nach, warum im Konzeptplan dann drin stehe, dass die 7. und 8. Klassen nur montags und dienstags, die 9. und 10. Klassen nur mittwochs und donnerstags ein Ganztagsangebot erhalten sollen, wenn Vorsfelde so eine große Konkurrenz darstelle. Treptow-Lampert erwiderte, dass auch Vorsfelde kein tägliches Ganztagsangebot für alle Jahrgänge habe. Zudem müssten zuerst die genauen Anmeldezahlen ausgewertet werden, um am Ende das beste Angebot festzulegen.

Von Ann-Cathrin Brey

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