Neuer Standort für Bromes Supermärkte sorgt bei Anwohnern für Kritik

Räumlichkeiten für Edeka zu klein

Der Edeka an Bromes Mühlenstraße ist für die Supermarktkette zu klein. Ein neuer, geplanter Standort außerhalb Bromes sorgt bei Anwohnern für Kritik. Foto: morrison
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Der Edeka an Bromes Mühlenstraße ist für die Supermarktkette zu klein. Ein neuer, geplanter Standort außerhalb Bromes sorgt bei Anwohnern für Kritik. Foto: morrison

Brome – Der geplante neue Standort von Bromes Supermärkten Edeka und Aldi, der auf etwa 1,6 Hektar Richtung Voitze entstehen soll, stößt nicht bei allen Bürgern auf Begeisterung.

Besonders die Aufgabe des Edeka-Marktes in der unmittelbaren Nähe des Freibades wird von manchen Einwohnern kritisch gesehen. Es wird befürchtet, dass man damit das Zentrum leer räumt.

„Wie weit soll ich denn für ein Stück Butter fahren?“, fragt ein Bürger aus Bromes Umgebung. „Ich kann nicht verstehen, wieso der Standort am Freibad aufgegeben wird.“ Der Laden sei gut besucht und für die nahen Anwohner ein wichtiger Anlaufpunkt. „Der neue Standort eignet sich meiner Meinung nach nicht. Soll ich immer den ganzen Weg Richtung Voitze fahren?“ Der Anwohner sagt auch, dass man sich damit Kunden, die im Sommer zuvor die Badeanstalt besucht hätten, vergrämen würde. „Das war ein praktischer Ort, den man nun aufgeben will.“

Neben Edeka gibt es noch drei weitere Supermärkte. Sowohl an der Bahnhofstraße, als auch an der Braunschweiger Straße gibt es Einkaufsmöglichkeiten. Fest steht: Edeka hält die Fläche an der Mühlenstraße für zu klein, der Verkaufsraum würde mit den heutigen Standards nicht genügend Wirtschaftlichkeit versprechen. Das bestätigte auch Bürgermeister Gerhard Borchert. „Auch der Standort ist dabei ein Problem.“ Er erklärt, dass die fehlende Sichtbarkeit des Marktes ein weiteres Problem für die Verantwortlichen der Supermarkt-Kette sei. „Da wird inzwischen in ganz anderen räumlichen Dimensionen gedacht, die der Standort einfach nicht erfüllen kann.“

Ein Anwohner fragt sich, ob ein Anbau nicht das Platzproblem im Supermarkt hätte lösen können. „Die Kosten eines Anbaus sind doch viel geringer, als das geplante Großprojekt, das nun außerhalb des Ortes entstehen soll.“ Dazu, sagt Borchert, habe es auch einige Diskussionen gegeben, die vonseiten der Gemeinde vorangetrieben worden wären. „Aber am Ende war das keine Lösung, die alle Beteiligten, sei es Investor oder Betreiber, zufriedengestellt hätte.“

Um die Märkte in Brome zu halten, wird die Realisierung der Fläche hinter den Bahnschienen weiter vorangetrieben. Mit dem potenziellen Rückzug von Edeka, so macht der Bürgermeister deutlich, wäre schließlich niemandem in Brome geholfen.

VON HILKE BENTES

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