Brome: Rund 500 Besucher fiebern beim zweiten Seifenkistenrennen mit

Räder rauschen über Asphalt

Die Sieger und Organisatoren (von links): Ladyboy II, DOCI Racing Schmiede, Die 4 von der Müllabfuhr, im Hintergrund mit Brille Bernhard Gades (Stifter Wanderpokal), Stephan Lüthe (3.v.r) 2 Bürgermeister Gerhard Borchert (2.v.r) und Malte Ekelmann (rechts). Fotos: Michalzik (3)

Brome.

Rennfieber am befestigten Feldweg zwischen Brome und Zicherie, der erste Teil von der Braunschweiger Straße bis zur Sicherheitszone hin gesäumt von parkenden Autos, rollende Boliden, Räder rauschen über den Asphalt, Zuschauer jubeln, rufen Beifall oder stöhnen enttäuscht: Das zweite Seifenkistenrennen der Jungschützen aus Brome ist in vollem Gange, als der Himmel seine Schleusen öffnet. Fünf Minuten lang prasselt der Regen. Dann scheint wieder die Sonne, und nur ganz wenige Menschen am Streckenrand haben sich beeindrucken lassen.

Fast alle sind geblieben und haben ihren Spaß an der Strecke hinter den Strohballen oder etwas weiter im Wäldchen, wo die Organisatoren für Speis und Trank gesorgt haben. Vorbildlich haben die Jungschützen mit Malte Ekelmann und Stefan Lüthe an der Spitze das Ereignis vorbereitet – und dementsprechend glatt und angenehm ging es über die Naturbühne.

Ganz cool wartete der zwölfjährige Elian in seinem Waldmensch-Mobil auf die Abnahme seiner Kiste, während der achtjährige Mathis seinen Renner mit der Nummer 9 ganz auf VfL Wolfsburg getrimmt hatte. Daneben gaben sich die Damen des einzigen weiblichen Teams, die Feine Garde mit Steffi Schödler am Volant siegesbewusst.

Dann folgte die Abnahme der 15 Seifenkisten, drei von Junioren gelenkt, die übrigen zwölf offen in der Altersklasse, alle nach den international gültigen Regeln gebaut. Ob nun mit einer Karosserie aus Pappe oder mit einem winzigen rosa Rad versehen, damit das Kriterium der Vierrädrigkeit erfüllt wird, zugelassen wurden sie alle, und schließlich ging auch die Post ab. Nur einen Teilnehmer erwischte es. Er konnte das Rennen nur beenden, weil er unter dem Chassis mit der Hand kräftig anschob. „Ich war nicht schnell genug“, war sein Kommentar.

Knapp 500 Besucher machten auch von der erstmals angebotenen Aktion „Schönste Seifenkiste“ Gebrauch. Gegen einen Obolus wurde auf ein Gefährt gesetzt, der Reinerlös kommt dem Bromer Freibad zugute, und auch ein Sieger wurde ermittelt. Die Erstplazierten, Andreas Schünemeyer und Mark Lyra, durften jeweils mit einer Wildcard starten und belegten mit der von Patrick Herud konstruierten Seifenkiste „Das Klo“ die beachtlichen Plätze vier und fünf.

Das Rennen gewann die DOC 1 Racing Schmiede von Sönke Gaedecke, der damit seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigte. Das Team Ladyboy 2 (Daniel Pietras), das bis zum letzten Lauf geführt hatte, belegte den zweiten Platz vor „Die vier von der Müllabfuhr“ von Thies Flegel. In der Juniorklasse gewann das Team Grün-Weiße-Kiste“ mit Mathis Schünemeyer vor dem Waldmensch-Mobil mit Elian Schünemeyer und Klein Hörby mit Mick Herud.

Von Horst Michalzik

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