Radweg-Bau nicht in Gefahr

Rätsel um herrenloses Flurstück bei Rühen löst sich auf

Die B244 bei Rühen
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Noch in diesem Sommer soll mit den Bauarbeiten für den Radweg zwischen Rühen und Parsau begonnen werden.
  • Hilke Bentes
    vonHilke Bentes
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Rühen – Baustart für den geplanten Radweg an der B 244 von Rühen nach Parsau soll weiterhin der Sommer bleiben. Denn das Problem um das herrenlose Flurstück in der Gemarkung Rühen scheint sich im Moment zu erledigen, sodass man bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Wolfenbüttel von keinen weiteren Zwischenfällen mehr ausgeht.

Das erfreut Michael Peuke, Leiter der Landesbehörde. „Wir visieren weiter den August oder den September als Beginn der Maßnahme an.“ Bis Anfang des Jahres verliefen die Planungen für den Radweg auch ohne Zwischenfälle. Aber beim Flächenankauf der benötigten Teilstücke an der Bundesstraße kam dann das Flurstück ohne eingetragenen Besitzer zum Vorschein. Verschiedene Abfragen hatten zu keiner Auflösung des Rätsels geführt. Zwischenzeitlich war man in der Samtgemeinde Brome besorgt, ob das besitzlose Flurstück zu zeitlichen Verzögerungen führen könnte. Gemeinde und Landesbehörde hatten daraufhin einen öffentlichen Aufruf gestartet (das IK berichtete), um etwas zur Herkunft des Flurstücks zu erfahren. Und der öffentliche Aufruf scheint so langsam Licht ins Dunkel zu bringen, erklärt Peuke. „Es haben sich mehrere Stellen gemeldet“, erklärt der Behördenleiter im IK-Gespräch.

Im Moment liegt die finale Aufklärung in den Händen des Grundbuchamtes. Aufgrund des Datenschutzes kann Peuke zu dem weiteren, bürokratischen Ablauf keine Details nennen. Nur, dass sich mehrere Stellen gemeldet haben, die als Besitzer des Flurstücks infrage kommen könnten. „Dabei handelt es sich um eine natürliche Person und um sogenannte juristische Personen“, erklärt Peuke. Das Grundbuchamt prüft also die finale Frage: Wer ist der Eigentümer? „Im Moment wird auch noch beim Katasteramt nachgefragt. Das hatten wir zwar auch schon ohne Ergebnis getan, aber das sind die formellen Wege bei einem solchen Verfahren“, so Peuke.

„Natürlich hätten wir uns gewünscht, dass uns eine solche Bürokratie nicht so lange aufhält, aber manchmal ist das leider so.“ Wichtig ist für Peuke, dass sich nun eine Lösung abzeichnet und das Rätsel um das Flurstück in Rühen sein Ende findet.

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