Parsau: Freigabe vermutlich im Frühjahr / Neues Baugebiet und Feuerwehrhaus fest im Fokus der Gemeinde

„Radweg ist ein Schildbürgerstreich“

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Bis mit dem Radwegebau zwischen Croya und Zicherie begonnen wurde, ging einige Zeit ins Land. Nun fehlt nur noch die letzte Schicht. Bis diese aufgetragen werden kann, ist es Frühling.

Parsau. Die Gemeinde Parsau hat in der alten Schule endlich vernünftige Räume für ein Büro gefunden. Für den Umzug vor kurzem (das IK berichtete) wurden bereits im vergangenen Jahr die Weichen gestellt.

„Falls doch mal wieder mehr Bedarf an Klassenzimmern sein sollte, wird es einen Anbau an der neuen Grundschule geben“, berichtet Bürgermeisterin Kerstin Keil.

Kerstin Keil

Positiver Nebeneffekt des Umzugs: Für die Gemeinde entfallen die Mietkosten, da das Gebäude in ihren Besitz übergegangen ist. Ein Klassenzimmer wird von der Verwaltung genutzt. Für den zweiten Klassenraum kann sich Keil durchaus vorstellen, einen Seniorentreff einzurichten. Nach und nach soll das Gebäude renoviert werden. Oberste Priorität hat laut Bürgermeisterin jedoch der Bau eines behindertengerechten Einganges. „Denkbar wäre eine Lift-Lösung. Bis dahin behelfen wir uns mit einer Klingel am Treppenaufgang“, erläutert die Bürgermeisterin im Gespräch mit dem IK.

Als „Schildbürgerstreich“ bezeichnet Keil den Radwegebau zwischen Croya und Zicherie. Abgesehen davon, dass es eine Ewigkeit dauerte, bis mit dem Bau endlich begonnen wurde, geht momentan auch nichts voran. „Für Verwunderung in der Bevölkerung sorgen zum einen ‘Zäune’, die seitlich des Radweges aufgestellt wurden und Barken, die in jedem Einfahrtsbereich aufgestellt wurden, damit der Weg nicht genutzt werden kann. Bis auf die Feinschicht ist der Radweg aber schon fertig. Diese wird vermutlich erst im Frühjahr aufgebracht. Das ist ein Unding“, zeigt Keil Unverständnis.

Sehr zur Freude der Bürgermeisterin ist das Baugebiet Kälberanger so gut wie abgeschlossen. 14 Grundstücke sind verkauft und zwei sind reserviert. „Teilweise haben die Leute bereits angefangen zu bauen“, freut sich Keil.

Als nächstes hat die Gemeinde als neues Baugebiet den Klingenberg im Visier. Dort soll auch das neue Feuerwehrhaus gebaut werden – und zwar so schnell wie möglich. Laut Keil würden die Planungen bereits laufen und Dinge wie die Klärteichkapazität oder die Schaffung von Ersatzflächen geklärt.

Keil bedauert, dass der NP-Markt Ende Februar seine Türen schließt und kein Ersatz in Sicht ist. Dabei habe man im Kälberanger eine Grundstücksfläche für einen Nahversorger freigehalten. Bislang habe niemand Interesse gezeigt. „Daher sind wir froh über den Kiosk, der sein Sortiment sogar erweitert und einen behindertengerechten Eingang geschaffen hat“, so Keil. Mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt in Croya soll im Frühjahr begonnen werden und auch drei Buswartehäuschen – Croya, Ahnebeck und Parsau – werden saniert. Zuschüsse habe man schon beantragt.

Finanziell, sagt die Bürgermeisterin, ist die Gemeinde gut aufgestellt, nicht zuletzt auch daher, weil das Baugebiet Kälberanger selbst vermarktet wurde. Gespannt auf das, was möglicherweise noch kommt, ist Keil in Sachen Flüchtlinge. Acht leben derzeit in der Gemeinde.

Von Carola Hussak

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