Bromer Architekt zeigt Alternative zur Linden-Fällung auf / Gesetzliche Vorgaben für finanzielle Förderung

Radweg nach Steimke in zwei Abschnitten?

Die acht Linden auf der rechten Seite müssen eventuell einem Radweg, der bis zum Sportplatz in Brome führt, weichen.
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Die acht Linden auf der rechten Seite müssen eventuell einem Radweg, der bis zum Sportplatz in Brome führt, weichen.

Brome. Der Radweg von Brome nach Steimke wird die Mitglieder des Bauausschusses der Gemeinde Brome auch in ihrer morgigen Sitzung (16 Uhr, Rathaus Brome) beschäftigen.

Im jüngsten Gemeinderat kam man überein, dass die geplante Variante des Landkreises für Radfahrer zu gefährlich sei. Sie müssten auf einem Weg hinter den Linden fahren und dann auf die Steimker Straße wechseln – dort seien sie nur schwer von Autofahrern zu sehen.

Mittlerweile hat sich die Variante herauskristallisiert, acht Linden zu fällen, um einen sicheren Radweg zu bauen. Fachleute sollen prüfen, in welchem Zustand sich die Linden befinden. Einen Alternativ-Vorschlag machte nun der Bromer Architekt Christian Paetz. Demnach könnte ab Ortseingang Brome die Radwegepflicht innerorts aufgehoben und der gesamte Weg – von der Straßenbegrenzung bis zu den anliegenden Grundstücksgrenzen – gepflastert werden. Dieser Weg sei als Gehweg auszuweisen, den Radfahrer frei benutzen könnten.

„Es ist ja nicht so, dass wir uns nicht auch umfassend Gedanken gemacht haben. Die Situation ist momentan einfach etwas diffus“, meint Fleckenbürgermeister Gerhard Borchert im IK-Gespräch. Um eventuell eine finanzielle Förderung zu erhalten, muss der Radweg einen Ausgangs- und einen Endpunkt haben – also wie geplant vom Ortsausgang Brome bis zum Sportplatz. Ferner müssten gesetzlich vorgeschriebene Auflagen eingehalten werden, wie zum Beispiel eine Mindestbreite des Weges.

Der Flecken hegt den Wunsch, bis nach Steimke einen durchgängigen Radweg zu schaffen. Wie Borchert erläutert, sei man dieser Tage bei der Landesstraßenbaubehörde in Wolfenbüttel gewesen. „Dort signalisierte man uns, dass der Radweg in zwei Bauabschnitte eingeteilt werden könnte. Der erste Bauabschnitt, vom Ortsausgang bis zum Sportplatz, soll finanziell auch schon abgestimmt sein. Über den zweiten Abschnitt bis nach Steimke könnte man reden“, berichtet Borchert. Interesse an der Erschließung habe der Steimker Bürgermeister Thomas Mann bereits signalisiert.

Wenn die Linden gefällt werden, wird es Ausgleichsmaßnahmen geben. Einen Termin mit dem Umweltamt, das die Bäume untersucht, gibt es schon – allerdings erst nach der Ratssitzung am 14. Mai.

Von Carola Hussak

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