Trotz Erörterungstermin offene Fragen

Radweg von Benitz nach Zasenbeck: Baubeginn an B 244 weiter unklar

+
Kurvenreich und gefährlich: An der B 244 Brome und Wittingen fehlt ein Radweg. Ein erstes Teilstück zwischen Benitz und Zasenbeck befindet sich derzeit im Planfeststellungsverfahren, aber es gibt weiter offene Fragen.

Benitz / Zasenbeck – Seit Jahren fordern die Bürger in den Orten zwischen Brome und Wittingen einen Radweg entlang der B 244.

Zumindest für eine Teilstrecke geht es in dieser Sache nun weiter voran: In Brome wurden Einwendungen gegen einen Weg von Benitz nach Zasenbeck erörtert.

Kürzlich kamen die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Wolfenbüttel, als Vorhabenträger und der Landkreis Gifhorn als Planfeststellungsbehörde mit den Einwendern im Bromer Rathaus ins Gespräch. „Es sind mehrere Einwendungen von Grundstückseigentümern und Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange zum geplanten Bauvorhaben eingereicht worden“, berichtet Landrat Dr. Andreas Ebel auf IK-Anfrage über den nicht-öffentlichen Erörterungstermin. So sei das Bauvorhaben ausführlich besprochen wurden.

Aber auch nach der mündlichen Verhandlung gebe es noch Klärungsbedarf. „Nicht alle Fragen, die seitens der Einwender aufgeworfen wurden, konnten abschließend geklärt werden“, so Ebel. Daher habe man sich geeinigt, einen weiteren Termin, bei dem noch offene Punkte geklärt werden sollen, direkt vor Ort festzulegen.

Damit ist weiterhin unklar, wann es freie Fahrt für freie Radler zwischen Zasenbeck und Benitz gibt. „Erst nach der Erlangung der Rechtskraft des Planfeststellungsbeschlusses kann abgeschätzt werden, wann mit dem Bau des Radweges begonnen werden kann“, erklärt Ebel. Sollte es dann aber soweit sein, werde es relativ schnell gehen. Ebel rechnet mit einer Bauzeit von sieben bis acht Monaten. Während dieser Zeit werde dafür aber der gesamte Radweg fertig sein: „Die Baumaßnahme wird nach derzeitigem Stand in einem Zug hergestellt werden“, sagt Ebel. „Die Baukosten werden sich auf zirka 1,4 Millionen Euro belaufen.“

Die Strecke ist schon lange Thema, sowohl in den Kommunen wie auch im Kreistag. Erst vor zwei Monaten erläuterte Frank-Markus Warnecke (Grüne), die B 244 sei kurvenreich und zu gefährlich für Radfahrer, auch angesichts des Schwerlastverkehrs. Dass das Land, in dessen Zuständigkeit der Radweg fällt, überhaupt reagierte, hat wohl auch mit einem Schreiben der Stadt Wittingen von Anfang 2017 zu tun. Die Straßenbaubehörde nähert sich nun also der Umsetzung des ersten Abschnittes der rund 20 Kilometer von Wittingen nach Brome. Ein Anfang. Aber auch, weil die Zasenbecker die Schule in Wittingen besuchen, hofft man im Ort, dass sich der Lückenschluss nach Wittingen schnellstmöglich an das Bauvorhaben anschließt.

VON DENNIS TESCH

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare