Ideen- und Formvielfalt der Boliden locken in Brome ein großes Publikum an

Radarmessungen beim Seifenkistenrennen

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Fantasievolle Gefährte gab es beim 6. Bromer Seifenkistenrennen auch in der Kinderklasse.

Brome. Glatteis gab es am Samstag nicht, wen wunderte es, bei Temperaturen jenseits der 30 Grad Celsius? Und dennoch schlingerte so mancher Fahrer merkwürdiger Fahrzeuge den Alten Ziegeleiweg hinunter.

Den Formen der Seifenkisten waren keine Grenzen gesetzt.

Grund dafür war auch nicht ein erhöhter Alkoholpegel, eher die ungewöhnlichen Vehikel, mit denen sich die Kandidaten beim Seifenkistenrennen fortbewegten.

Zum Start wurden die Seifenkisten per Aufsitzrasenmäher den Berg hinauf gezogen.

Die Fahrweise gehörte zum Spaß dazu. Extra für die Fahrer und die Zuschauer zum Schutz hatte man Strohballen am Rand aufgestellt. Und diesmal hatten die Jungschützen als Veranstalter zusätzlich elektronisch aufgerüstet. Ein Radarmessgerät zeigte die Geschwindigkeit der Rennwagen kurz vor dem Ziel an. Moderator Stephan Lüthe, Vorsitzender der Jugendschützen, nannte nach jedem Rennen die jeweils gemessen Geschwindigkeit. So mancher ängstliche Chauffeur ließ es aber auch langsam angehen, ein Proband bremste in Unkenntnis der Strecke sogar vor dem Ziel ab.

Auch Gerhard Borchert war diesmal mit einer speziell gebauten Seifenkiste wieder mit von der Partie. Und der Fleckenbürgermeister zeigte sich diesmal fahrsicherer als im Vorjahr, lag elegant in der Kurve und passierte kurz vor dem Ziel wie auch die anderen Fahrer unter großem Beifall und ohne körperliche Blessuren die Zuschauer. Die standen für die Rennen in der prallen Sonne und suchten in der Pause, als die Vehikel per Aufsitzrasenmäher wieder nach oben gezogen werden, den Schatten der Bäume oder kühle Getränke.

Und Ideen gab es viele: Nicht tiefer- sondern höhergelegt, und trotzdem mit Bodenhaftung.

„Anstrengend“ war es laut einem Fahrer auch für die Rennteilnehmer, zwei in der Kinderklasse und neun in der Rennklasse, denn „Schlaglöcher“ auf dem Weg mussten hingenommen werden. Die jüngeren Gäste tauchten, ebenfalls eine Neuerung, währenddessen in den Pool, der extra aufgrund der Temperaturen aufgestellt worden war.

Und auch nach dem zweiten Durchlauf der flotten Kisten war noch nicht Schluss, denn die Zuschauer hatten noch die schönste Seifenkiste gewählt, wobei sie unter anderem die Qual der Wahl zwischen einem „Rennsarg“ und den übrigen Formel-1-trächtigen Geschossen hatten.

Im Anschluss gab es die After-Race-Party im aufgebauten Zelt.

Von Burkhard Ohse

Seifenkistenrennen der Bromer Jungschützen

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