Umbauarbeiten im Böckwitzer Museum: Versammlungsraum soll am 1. April fertig sein

44 Quadratmeter für die Gäste

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44 Quadratmeter ist der neue Versammlungsraum im Böckwitzer Museum groß. Zum Saisonstart am 1. April soll er eingeweiht werden. Dort werden künftig die Besucher zu den Führungen empfangen und über die Grenzsituation des Doppeldorfes informiert.

Böckwitz. Trotz winterlicher Kälte wird im Böckwitzer Museum in diesen Tagen wieder mit Hochdruck gearbeitet. Rechtzeitig zum Saisonstart am 1. April soll der neue Versammlungsraum fertig werden. Und wiederum wird alles in Eigenleistung gemacht.

Größtenteils von Nicht-Mitgliedern. Wie zum Beispiel Reiner Schumann, der jeden Vormittag auf der Baustelle im Gange ist. Derzeit bringt er die Leisten für die Holzverschalung des Raumes an. Auch neue Fenster wurden schon eingesetzt, die Decke verputzt und der Fußboden mit Estrich geglättet. „Das haben wir allerdings von einer Firma machen lassen, denn dafür braucht man Fachleute“, erklärt die Vorsitzende des Museumsvereins, Ingrid Schumann. Das Material für den Ausbau des Versammlungsraum konnte der Verein dank der Unterstützung von Sponsoren kaufen. Und sie alle sollen am 1. April um 11 Uhr zum Saisonauftakt eingeladen werden, um den neuen Raum einzuweihen. Er soll mit hellem Holz verkleidet werden, dazu wird eine Wand in Weiß gehalten. „Dann können wir dort in Zukunft die Besucher aus den Bussen bei Kaffee und Kuchen willkommen heißen und ihnen das Museum anhand von Bildern schon einmal vorstellen“, erläutert die Vereinsvorsitzende. Die Bilder sollen mit einem Beamer an die Wand projiziiert werden. Für das Gerät wird noch ein Sponsor gesucht.

Das Museum mit seiner Ausstellung über die Grenze hat im vergangenen Jahr einen großen Besucheransturm erlebt. „Es waren einige Busladungen voller Gäste da“, erinnert sich Ingrid Schumann. Die innerdeutsche Grenze war bei der Besichtigung das Hauptthema gewesen. Während zu Führungen vor allem Besucher von außerhalb angemeldet waren, kommen zu den Festen und Veranstaltungen des Museumsvereins auf dem Gelände die Gäste aus der näheren Umgebung. Auch für dieses Jahr hat sich der Verein einige neue Veranstaltungen einfallen lassen. So ist anstelle des Dreschtags im September erstmals ein Bauernmarkt geplant. „Dabei soll an das bäuerliche Leben und altes Handwerk erinnert werden“, erklärt Ingrid Schumann. Am 6. September um 11 Uhr startet der Bauernmarkt. Bereits am 26. April gibt es das traditionelle Frühlingsfest im Museum. Dazu sollen in diesem Jahr Kinder das Programm eröffnen, außerdem treten verschiedene Chöre auf. Für 2015 ist auch wieder ein Garten- und ein Kräutertag geplant. Die Veranstaltungen ersetzen die Flohmärkte, bei denen der Verein im vergangenen Jahr überzähliges Leinen und andere Stoffe aus den Ausstellungstruhen verkaufte. Nun sind die Truhen leer.

Von Monika Schmidt

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