Bromer Eltern gegen Zuordnung zur IGS Wittingen / Wahlfreiheit gefordert

Protest gegen Schulbezirke

+
Kai Seefried, bildungspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, war zu Gast in Tülau.

Tülau. Elternproteste im Nordteil der Samtgemeinde Brome: Nach Änderung der Schulbezirke zählt der Sprengel nicht mehr zum Einzugsbereich der Gesamtschule Sassenburg (IGS), sondern zur neu aufzubauenden IGS Wittingen.

CDU-Landtagsabgeordnete Ingrid Klopp hatte zu einer Informations-Veranstaltung zur „Wahlfreiheit für Schulstandorte“ eingeladen. Rund 80 Besucher – darunter zahlreiche Eltern und Politiker – waren dazu am Donnerstag ins Tülauer Gasthaus Glupe gekommen.

Deutlich wurde: Nicht nur der Fahrtweg stört die betroffenen Eltern. Wittingen sei auch entgegengesetzt des Lebensschwerpunktes, der sich für die meisten in Richtung Wolfsburg orientiere. Jeanette Grußendorf, die die Veranstaltung mit auf die Beine gestellt hatte, fragte: „Warum trifft es wieder uns und unsere Kinder?“

Klopp betonte, sie könne nicht verstehen, dass die Wahl der IGS Sassenburg nicht mehr für die Bromer möglich sein solle. Mit anderen Samtgemeinden sei das nicht vergleichbar: „Alle anderen haben nicht so weite Wege.“

Weiteres Thema waren die gymnasialen Angebote. Für die IGS Wittingen ist derzeit kein entsprechendes Angebot geplant, das nächste Gymnasium ist in Hankensbüttel.

Gifhorns Erste Kreisrätin Evelin Wißmann sagte, die Verwaltung wolle im Schulausschuss „einen Antrag auf Prüfung eines gymnasialen Angebots im Osten des Landkreises“ stellen. Klopp sprach sich für die Schaffung eines gymnasialen Angebots in Rühen aus.

Von Alexander Täger

Mehr zu dem Thema steht heute in der gedruckten sowie auch in der digitalen Ausgabe. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare