Platzmangel bei Rühener Fußballspielern: Die Erweiterung des Bolzplatzes zum zweiten Sportplatz wäre machbar

Projekt soll angeschoben werden

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Der Sportplatz reicht für das Fußballtraining nicht mehr aus. Daher möchte der SV Blau-Weiß Rühen gerne einen zweiten Sportplatz haben.
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Rühen. Das Thema bewegt den SV Blau-Weiß Rühen schon seit etwa zehn Jahren. Fest steht: Es ist definitv eine Kostenfrage und eine der Pflege. Der Sportverein drängt auf einen zweiten Sportplatz in Rühen und hat nun beim Infrastrukturausschuss einen Antrag eingereicht.

In unmittelbarer Nähe befindet sich der Bolzplatz, der zu einem zweiten Sportplatz erweitert werden könnte.

Spartenleiter Fußball Michael Drechsler erläuterte den Ausschussmitgliedern noch einmal das Problem: „Wir können keine weiteren Kinder mehr aufnehmen, weil wir keinen Platz haben.“ In den Sommermonaten könne man auf den Sportplatz ausweichen, der für den Schulsport genutzt wird. Allerdings eben auch nur in den Sommermonaten. Da es kein Flutlicht gibt, ist es im Frühjahr und Herbst zu dunkel. In der Beschlussvorlage steht, dass in Vorgesprächen über die weitere Nutzung des Schulsportplatzes die Samtgemeinde mitteilte, dass sie dort kein Flutlicht haben wolle und sie auch einer weiteren Nutzung negativ gegenüber stehe, da der Platz nicht für Fußballspiele ausgerichtet sei.

Eine Möglichkeit wäre, die Erweiterung des Bolzplatzes zu einem zweiten Sportplatz. Als positiv bewertete Drechsler die Nähe zum jetzigen Sportplatz, sodass keine neuen Kabinen gebaut werden müssten. Ein Flutlicht wäre auch schon vorhanden. Die Anschaffungskosten für ein Zweites würden bei rund 15 000 Euro liegen. Insgesamt würden die Erweiterungskosten laut Drechsler bei rund 180 000 Euro liegen. „Die Frage ist, ob der Rat gewillt ist, einen zweiten Sportplatz zu bauen?“, so der Spartenleiter.

„Das stellt sich nächste Woche raus, wenn der Gemeinderat tagt“, merkte Ausschussvorsitzender Jürgen Pälecke an. Aber sowohl er als auch Bürgermeister Karl Urban signalisierten, dass Interesse seitens der Gemeinde bestehe. Mit einer Umsetzung des Vorhabens ist in 2017/2018 wohl noch nicht zu rechnen. Denn die Fläche ist derzeit an einen Landwirt verpachtet. Wie Verwaltungsmitarbeiterin Kerstin Randhahn erläuterte, laufe der Pachtvertrag noch bis Oktober 2018.

Die Empfehlung des Infrastrukturausschusses an den Rat lautet: Das Projekt soll angeschoben und der Pachtvertrag rechtzeitig gekündigt werden. Des Weiteren sollen Preise für den Bau und die nachfolgende Platzpflege eingeholt werden. Für die Koordination wird eine Arbeitsgruppe gegründet.

Von Carola Hussak

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