Bromer Gemeinderat beschließt das Aufstellen von Frankfurter Hüten / Parkbuchten sollen weg

Probleme mit Falschparkern

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An der Bahnhofstraße 41 bis 45 gegenüber des Eiscafés „Guzzo“ parken immer wieder Fahrzeuge teilweise oder ganz auf dem Rad- und Fußweg. Der Gemeinderat hat nun das Aufstellen von Frankfurter Hüten beschlossen, um das zu verhindern.

Brome. Der Gemeinderat des Flecken Brome hat jüngst auf seiner Sitzung das Aufstellen von sogenannten Frankfurter Hüten an der Bahnhofstraße beschlossen.

Was vom Namen her an leckeres Gebäck erinnert, ist in Wahrheit ein 75 Zentimeter langes und 15 Zentimeter hohes Plastikteil, das vielleicht aus Ehra, Rötgesbüttel und Weyhausen bekannt ist. Die Stadt Frankfurt am Main entwickelte den Hut, um den Straßenverkehr zu regeln und zu lenken. Wie in Ehra sollen die Bauelemente nun auch in Brome ein Parken auf dem Gehweg verhindern.

Dies findet überdurchschnittlich oft an der Bahnhofstraße vor den Hausnummern 41 bis 45, gegenüber des Eiscafés „Guzzo“ statt. Dort kommt es aufgrund der Enge der Bundesstraße vermehrt dazu, dass etliche Fahrzeuge teilweise oder ganz auf dem Rad- und Fußweg parken und so Radfahrer, Fußgänger und den Weg selbst belasten. Ein Anwohner bat die Gemeinde daher um einen Lösungsvorschlag. „Das Parken ist dort ohnehin verboten, wir sind verpflichtet, den Rechtszustand herzustellen“, sagte Bürgermeister Gerhard Borchert.

Auf Anfrage sagte die Verkehrsbehörde des Landkreises, eine Anordnung ihrerseits sei nicht nötig, wies jedoch daraufhin, dass die Frankfurter Hüte in Einzelfällen für Radfahrer und Fußgänger Stolperfallen sein können. Daher sollten sie nur dort eingesetzt werden, wo sie auch unbedingt nötig sind. Außerdem empfahl man eine Absprache mit der Landesbehörde.

Lothar Hilmer hatte die Kosten recherchiert und rechnete vor, dass ein Frankfurter Hut 32 Euro und die entsprechende Verankerung noch einmal 25 Euro koste. Insgesamt entstünden demnach Kosten in Höhe von 950 Euro, farbige Hüte würden mit 1350 Euro zu Buche schlagen. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Frankfurter Hüte zu installieren, solange die Kosten nicht über 2000 Euro liegen. Die Absprache mit der Niedersächsischen Landesstraßenbehörde war ebenfalls Teil des Beschlusses.

Ein Parkplatzproblem der anderen Art kam bei der Einwohnerfragestunde auf. Vor über einem Jahr wurde beschlossen, aufgemalte Parkbuchten zu entfernen, das ist aber noch nicht geschehen. Borchert sagte, „die sollen so kurzfristig wie möglich weg“ und berichtete, die Samtgemeinde habe eine Ordnungskraft eingestellt, die Fahrer vor dem Parken dort abhalten soll. Diese dürfe aber keine richtigen Tickets ausstellen. Der Bürgermeister sprach sich dafür aus, notfalls eine ausgebildete 450-Euro-Kraft aus dem Haushalt des Fleckens einzustellen, um Ordnung zu halten, auch wenn die Bußgelder an den Landkreis gehen würden.

Von Dennis Tesch

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