Sachbeschädigungen in der Gemeinde nehmen zu / Unterstützung vom Landessportbund

Präventionsrat für Ehra-Lessien

Was auf Samtgmeindeebene seit Jahren gefordert wird, will die Gemeinde Ehra-Lessien nun umsetzen. Bürgermeisterin Jenny Reissig will einen Präventionsrat gründen und hat dafür die Polizei, Vereine und die Kirche mit ins Boot geholt, um der Gewalt und den Sachbeschädigungen Herr zu werden. Foto: dpa

Ehra-Lessien. Was auf Bromes Samtgemeindeebene schon seit Jahren gefordert wird, will die Gemeinde Ehra-Lessien nun umsetzen und einen Präventionsrat gründen.

„Wir hatten auffällige Sachbeschädigungen, Schmierereien mit rechtsradikalen Parolen“, nennt Bürgermeisterin Jenny Reissig den Grund, aktiv zu werden. So hätten Jugendliche heftig auf einem Privatgrundstück randaliert, wobei der Besitzer einem Jugendlichen ein blaues Auge „gehauen“ habe. Die Sachbeschädigung sei nicht ohne gewesen und der Grundstückbesitzer habe eine Anzeige wegen Körperverletzung erhalten. Zusätzlich wurde er im Internet von den Jugendlichen noch verhöhnt.

„Alle machen einfach ihre Augen zu, so geht das einfach nicht“, ist Reissig überzeugt. Daraufhin habe man sich mit der Polizei, der Kirche und den Vereinen zusammengesetzt. „Und die Polizei fand den Austausch sehr gut“, meint Reissig. Seitens des Landessportbundes gebe es zudem Projektförderungen gegen Rechts. Daraufhin habe man sich mit dem Landessportbund unterhalten. „Man sagte uns, dass wir die erste Gemeinde wären, die daran Interesse zeige“, sagt Reissig im IK-Gespräch.

Viele Bürger würden sich bei Vorfällen direkt an Reissig wenden und nicht an die Polizei. „Dabei wäre das viel hilfreicher, aber viele hätten einfach nicht die Traute“, weiß Ehra-Lessiens Bürgermeisterin. Mit Hilfe der Förderung, könne man beispielsweise Deeskalationsleiter schulen. Denkbar wäre es auch, dass der Präventionsrat verschiedene Themen anbietet, zu denen Referenten eingeladen werden oder Vereine Personen benennen, die an Fortbildungen teilnehmen. „Wir wollen daher auch Bürger ansprechen, die sich engagieren.

Ein erstes öffentliches Treffen soll am Freitag, 14. Dezember, stattfinden. Wo und wann dieses stattfindet, wird noch bekannt gegeben. Neben Kirche, Schule, Vereinen und Polizei wird auch die Samtgemeinde-Jugendpflegerin an dem Treffen teilnehmen.

Von Carola Hussak

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare