Virtuelles Jugendtreff-Angebot für zu Hause

Podcast, made in Parsau

Ein junger Mann hört einen Podcast auf seinem Smartphone.
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Für die Jugendlichen gibt es in der Samtgemeinde Brome etwas auf die Ohren: Das Projekt „Verrückt und introvertiert“ wurde von Marleen Schubert und Fabian Dürkop ins Leben gerufen. 
  • Hilke Bentes
    VonHilke Bentes
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Samtgemeinde Brome – Für die Jugendlichen in der Samtgemeinde Brome gibt es nun etwas auf die Ohren: Fabian Dürkop und Marleen Schubert vom Jugendtreff Parsau haben einen eigenen Podcast ins Leben gerufen – für, mit und von den Jugendlichen. Es ist so etwas wie das Treffwohnzimmer für Zuhause. Bereits zwei Folgen haben die beiden hochgeladen – und sind dabei auf begeisterte Resonanz gestoßen.

Die Jugendtreffs haben zwar wieder geöffnet, doch das Podcast-Format scheint ziemlich gut anzukommen. Auf jeden Fall zeigt sich die Treffbetreuerin Schubert ziemlich beeindruckt von den Nachrichten, die sie erhalten hat. „Das hat den Jugendlichen, glaube ich, gut gefallen“, freut sich die Studentin. Zusammen mit Dürkop – der sich selbst eher als Treffinventar bezeichnet und schon über sechs Jahre in Parsau ein und aus geht – sprechen die beiden zusammen mit Jugendlichen über ganz unterschiedliche Themen. All das, was die Jugendlichen von heute bewegt, was sie denken, erleben und was sie interessiert. „Wir wollen den Jugendlichen die Möglichkeit bieten, über ganz alltägliche Probleme zu sprechen. Sie sollen sich bei den Podcast-Folgen, so sie es denn wollen, ihr Thema gerne selbst aussuchen und mit uns ganz ungezwungen plaudern.“

Ein neun Minuten langes Intro und eine fast einstündige Folge gibt es bereits durch den Musik-Anbieter Spotify zu hören. „Wir haben am Abend der Veröffentlichung so viele tolle Nachrichten von Jugendlichen bekommen, die unsere erste Folge gehört hatten. Das war toll“, so Schubert.

Wie man sich für einen ungezwungenen Plausch vorbereitet, hat Schubert im IK-Gespräch erklärt. „Wir haben uns zuerst im Parsauer Treffwohnzimmer zusammen gesetzt und über alles Mögliche geredet.“ So, dass eine entspannte Atmosphäre herrscht. „Es soll ja nicht so gestellt herüberkommen.“ Dann hatten die beiden Moderatoren das Mikro eine Weile laufen, bevor sie sich der Podcast-Folge widmeten. Und das Sprechen ging erstaunlich gut. „Das Aufnehmen der Folge hat nicht so lange gedauert.“ Nur das anschließende Schneiden und Bearbeiten, das hatte neben dem Alltag eine Weile gedauert. „Fabian ist da unser Experte, als Informatiker hat er sich der ganzen Technik gewidmet.“ Neben Dürkops Job hatte er dann knapp zwei Wochen an der Folge gefeilt. Immer dann, wenn er gerade Zeit hatte.

Der Podcast von Schubert und Dürkop, der „Verrückt und introvertiert“ heißt, soll nun regelmäßig auf Spotify hochgeladen werden. Wenn es gut läuft, dann soll sich der Rhythmus auf alle zwei Wochen einpendeln. „Das wäre schon klasse, wenn die Jugendlichen auch weiterhin Lust haben, mit uns über ganz verschiedene Dinge zu sprechen“, so Schubert. Einige Rückmeldungen gebe es aus den Reihen der Treffbesucher schon, die ebenfalls Lust hätten, mit den beiden Moderatoren zu quatschen. Der Podcast könne auch Eltern und Lehrern helfen, die Sicht von Jugendlichen noch besser zu verstehen. „Ich glaube, mit dem Podcast haben wir für alle etwas erreicht.“

In der ersten Folge hatte eine 17-jährige Schülerin aus der Region mit Schubert und Dürkop geplaudert. Und das Thema war ernst: Homophobie, Ausgrenzung und die Sicht auch auf sexuelle Vielfalt wurde von ihnen 50 Minuten lang diskutiert und unterschiedliche Probleme angesprochen. „Verrückt und introvertiert“ soll die Lebenswelt der jungen Menschen in der Samtgemeinde darstellen – Schubert und Dürkop hoffen, dass es ihnen gelingt.

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