Sportler weichen in Aula der Grundschule aus / Mögliche Lösung: Angebote auf Sonnabend verlegen

Platzmangel in der Bromer Turnhalle

Die zu vergebenden Belegungszeiten in der Bromer Turnhalle sind spärlich gesät. So manche Sparte muss ausweichen.
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Die zu vergebenden Belegungszeiten in der Bromer Turnhalle sind spärlich gesät. So manche Sparte muss ausweichen.

Brome. Jedesmal bevor die Gymnastikabteilung des FC Brome mit ihrem Reha-Rückensport beginnen kann, müssen Tische und Stühle gerückt werden. Denn die Sportler absolvieren ihre Übungen nicht in der Bromer Turnhalle, sondern in der Aula der Grundschule Brome.

Im vergangenen Jahr wurde es eng in der Schule, da die oberen Räumlichkeiten aufgrund nicht ausreichender Fluchtmöglichkeiten nicht genutzt werden durften. Also mussten die Schüler in der Aula unterrichtet werden. Eigentlich hätte die Gymnastikabteilung die Aula nicht mehr nutzen können. „Wir hatten das geklärt und die Erlaubnis erhalten, die Aula zu nutzen. Dafür mussten wir vorher die Stühle und Tische wegräumen und sie danach wieder hinstellen“, erläutert Ingrid Ducksch von der Gymnastik-Sparte.

Das Problem mit der Raum- und Zeitnot in der Turnhalle ist kein neues. „Die Turnhalle ist stark nachgefragt“, weiß Samtgemeindebürgermeister Jürgen Bammel. Daher sei mit der Nutzung der Aula eine Lösung gefunden worden. „Ich kann noch nicht sagen, wie es im Winter aussieht, denn die Winter-Belegungspläne werden erst angefragt“, äußert Bammel gegenüber dem IK (siehe Info-Kasten links).

Ducksch sieht das Problem zum einem darin, dass zwei Vereine – der FC Brome und der Erste Bromer Gesundheitssportverein – die Halle zu den gleichen Zeiten belegen möchten. „Ich denke, soweit haben alle ihre Zeiten bekommen, wie sie sich gewünscht haben – auch wenn das Kinderturnen schon mal ins Michaelisheim in Brome ausgegliedert wurde.“ Dabei sieht man laut Ducksch die Prioritäten bei den Jüngsten: „Die 5- bis 14-Jährigen kann man im Winter nicht draußen Fußball trainieren lassen, das ist viel zu kalt.“

In anderen Hallen das Training zu absolvieren hält Ducksch für schwierig: „Die Situation ist schlecht, denn alle haben ihre Termine. Da haben wir aus Brome kaum Chancen.“ Wäre die Bromer Turnhalle größer, könnte man sie teilen und sie stünde mehreren Sparten gleichzeitig zur Verfügung. „Das ist wohl eher nicht möglich, denn die Turnhalle ist dafür einfach viel zu klein“, weiß Bammel. Das sieht Ducksch genauso, denn mit ihrer Gruppe würde sie den Raum der gesamten Turnhalle ausnutzen.

Als Lösung sieht Ducksch eine Möglichkeit: „Man könnte die Turnhalle wieder sonnabends nutzen, wie es früher einmal möglich war – das würde den Plan entzerren, gerade im Winter“, ist Ducksch überzeugt. Zum einen könne die Turnhalle vormittags nicht genutzt werden, weil der Schulsport Priorität hat. Zum anderen seien die Übungsleiter berufstätig, so dass Angebote am Sonnabend ideal wären. Auch hier zeigt Bammel ein weiteres Problem auf: „Montagfrüh müssen die Räume wieder in Ordnung sein. Das müsste geregelt werden und ist wieder mit Kosten verbunden. Daher ist ein Beschluss erlassen worden, dass die Turnhalle nur in Ausnahmefällen wie zu Punktspielen genutzt werden darf.“

Samtgemeindechef Bammel ist überzeugt, dass bei der jährlichen Turnhallenbesprechung wieder für jeden eine Lösung gefunden wird.

Von Carola Hussak

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