Gemeinde Tülau will ein fördermittelunabhängiges Dorfentwicklungskonzept erstellen

Plan B für die Dorfregion

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Vielleicht wird in Voitze auch nach den Arbeiten an der Ortsdurchfahrt schweres Gerät gebraucht: Die Gemeinde Tülau will mit einem Planungsbüro ein Dorfentwicklungskonzept erstellen und zukünftige Projekte planen.

Tülau. Im letzten Jahr bekam Tülau keine Fördermittel beim Programm Dorfregion, für die man sich mit anderen Gemeinden beworben hatte.

Sollte dies bei der neuen Bewerbung wiederum der Fall sein, will man einen Plan B haben: Es soll ein unabhängiges Dorfentwicklungskonzept erstellt werden.

Auf der jüngsten Ratsversammlung rief Bürgermeister Martin Zenk den Anwesenden die Enttäuschung über die Absage in Sachen Dorfregion ins Gedächtnis. Zusammen mit Brome, Ehra-Lessien, Parsau und dem Wittinger Ortsteil Boitzenhagen hatte man sich um Fördermittel beworben – vergeblich. „Wir sind da knapp dran vorbeigeschlittert“, bedauerte Zenk. „Das hätte umfangreiche Maßnahmen möglich gemacht.“ Darum bewirbt man sich erneut. Doch für den Fall, dass man wieder leer ausgeht, soll ein Plan B aufgestellt werden.

„Mit einer Dorfentwicklungsplanung können unabhängig von den Fördergeldern Projekte entwickelt werden“, erklärte Zenk. „Für deren Umsetzung kann man dann auch leichter andere geeignete Fördermöglichkeiten suchen.“ Das Planungsbüro Warnecke aus Braunschweig soll die Gemeinde dabei unterstützen und die Möglichkeiten aufzeigen.

„Im Februar wird es eine Info-Veranstaltung für alle Bürger geben“, kündigte Zenk an. „Darauf folgen Begehungen, Ideensammlungen und Workshops, um konkrete Projekte zu erstellen.“ Schon im März sollen fertige Konzepte stehen, damit man im September Fördermittel beantragen und im folgenden Jahr loslegen kann. Die Kosten dafür liegen inklusive Treffen vor Ort und Beratung bei rund 7500 Euro.

„Wir könnten das in einem Förderprogramm auch für zirka die Hälfte haben“, sagte Zenk, „aber dann verlieren wir durch die Wartezeit ein Jahr.“ Die Zusammenarbeit mit einem Planungsbüro hält er für unerlässlich für eine konkrete Zukunftsplanung: „Sonst stochern wir nur im Kaffeesatz herum.“ Der Rat stimmte zu und beschloss einstimmig die Beauftragung des Planungsbüros.

Von Dennis Tesch

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