Ex-Wiswedeler Otto Troppmann bietet seinem Pferd regelmäßig geistige Herausforderungen

Der Pferdeflüsterer aus Weyhausen

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Otto Troppmann hat vor zwei Jahren mit seinem Traberhengst Rockardo de Bomo bei den Deutschen Meisterschaften im Sulkyfahren teilgenommen. Der Hengst war mit einfachem Geradeauslaufen jedoch unterfordert. Nun lernt er Kunststücke wie Rückwärtslaufen.

Weyhausen. Kunststücke mit Hunden in Verbindung zu bringen ist nichts Ungewöhnliches. Bei Pferden sind Übungen auch nicht unbedingt neu.

Der zwölfjährige Traberhengst Rockardo de Bomo von Otto Troppmann aus Weyhausen kann allerdings etwas ganz Besonderes: nämlich rückwärtsgehen. „Das ist ungewöhnlich, denn normalerweise gehen Pferde nicht ins ‘Leere’, sie wollen sehen, wohin sie treten“, berichtet Troppmann. Aber genau das sei die Stärke des Traberhengstes.

Der 75-jährige aus Wiswedel stammende Rentner hat mit seinem Pferd noch vor zwei Jahren an den Deutschen Meisterschaften im Sulkyfahren teilgenommen. Dabei, so Troppmann, handelt es sich um ein 100 Kilometer langes Distanzrennen durch Wald und Flur. Das sei ein Test für den Wahl-Weyhausener nach seiner ersten Knie-Operation gewesen – die er nach eigenen Aussagen mit Bravour bestanden hatte.

Er wurde körperlich, aber nicht geistig gefordert

Nur was sein Pferd betrifft, da war Troppmann nicht ganz glücklich: „Das Geradeausfahren hat Rockardo ganz schön gelangweilt. Er wurde zwar körperlich gefordert, aber nicht geistig.“ Seit zwei Jahren nun trainiert Troppmann täglich mit seinem Hengst. Und Vollblüter würden unheimlich schnell begreifen. Zwingen tut Troppmann sein Pferd zu gar nichts. Es gäbe Tiere, die Kunststücke lernen wollen. Wenn die Zirkustrommel zum Einsatz kommt, dann geht Rockardo von alleine rückwärts in den Stall oder auf den Pferdeanhänger. „Allerdings nur, wenn es trocken ist, Wasser mag er nämlich überhaupt nicht.“ Gemeinsam mit seinem Hengst wurde Troppmann sogar für Vorführungen ins Kiekeberg-Museum eingeladen.

Wegen einer zweiten Knie-Operation nahm Troppmann im vergangenen Jahr nicht an den Deutschen Sulky-Meisterschaften, die immer im September ausgerichtet werden, teil. Ob es in diesem Jahr klappt, vermochte er jetzt noch nicht zu sagen.

Als Dreijähriger ist Troppmann in Wiswedel zum ersten Mal mit Pferden in Kontakt gekommen. Seit dem ist er von ihnen fasziniert.

Von Carola Hussak

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