Mögliche Alternative ist eine große Videokonferenz

Partnerschafts-Austausch zwischen Brome und La Guerche findet auch 2021 nicht statt

Der traditionelle Partnerschafts-Austausch zwischen der Samtgemeinde Brome und La Guerche de Bretagne findet auch in diesem Jahr nicht statt.
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Der traditionelle Partnerschafts-Austausch zwischen der Samtgemeinde Brome und La Guerche de Bretagne findet auch in diesem Jahr nicht statt.
  • Florian Schulz
    vonFlorian Schulz
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Die Vorfreude auf 2021 war groß. Denn der bereits seit 33 Jahren existierende Partnerschafts-Austausch über Himmelfahrt zwischen der Samtgemeinde Brome und La Guerche de Bretagne konnte coronabedingt im vergangenen Jahr nicht stattfinden. Und er wird – das steht bereits fest – auch in diesem Jahr nicht über die Bühne gehen können.

Brome/La Guerche de Bretagne – In gut zwei Monaten wäre es wieder soweit gewesen: Dann wären vermutlich zwei Busse aus Frankreich in Richtung Nordkreis gerollt. Rund 40 bis 60 Personen beteiligen sich in der Regel an dem jährlichen Austausch, der zudem stets den Austragungsort wechselt. 2020 wäre Brome als Ausrichter dran gewesen. „Da musste es leider ausfallen, doch wir haben gesagt, dass wir den Austausch in diesem Rahmen dann eben auf 2021 verschieben“, erläutert die Vorsitzende des Partnerschaftskomitees der Samtgemeinde Brome, Sonja Besenroth.

Doch schon im Winter wurde entschieden: Es wird auch im laufenden Jahr nichts, jedenfalls nicht im Mai. „Damals waren wir noch recht optimistisch und haben überlegt, den Austausch auf das Ende der Sommerferien zu verschieben“, so Besenroth. Doch auch diesbezüglich ist sie mittlerweile mit Blick auf die Pandemie-Lage sehr skeptisch. So bleibt wohl nur die Möglichkeit eines digitalen Austausches – vermutlich in Form einer großen, gemeinsamen Videokonferenz. „Die Franzosen wollten sich ohnehin noch in diesem Monat melden. Dann werden wir ihnen diesen Vorschlag unterbreiten“, erklärt die Bromer Partnerschaftskomitee-Vorsitzende.

In normalen Zeiten gibt es während eines Austauschs für die Personen aus allen Altersgruppen (Besenroth: „Ich sage mal von 8 bis 80 Jahren“) ein festes Programm. Für 2021 war selbiges bereits geplant. So hätte es zur Begrüßung ein Gemeinschaftsessen, an Himmelfahrt einen individuellen Aktivitätentag, anschließend eine Fahrt nach Hannover, unter anderem mit einer Führung im Niedersächsischen Landtag, sowie zum Abschied einen Wandertag in der unmittelbaren Region mit anschließendem Essen, Musik und Tanz gegeben. All dies fällt mit Blick auf die Pandemie erneut flach.

Rund 1300 Kilometer liegen zwischen den Partnergemeinden. „Wir sehen es als reinen Kulturaustausch an, möchten zudem die Jugend dazu motivieren, mitzureisen und damit die eigenen Sprachfertigkeiten zu verbessern“, erklärt Besenroth. Im Rahmen der Kooperation mit der Rühener Realschule melden sich auch tatsächlich immer wieder einzelne Schülerinnen und Schüler für die Austausche an. Auch Personen aus dem angrenzenden Sachsen-Anhalt sind häufig mit dabei.

Digitale Austausche zwischen den Deutschen und Franzosen gibt es regelmäßig durch Briefe, Messenger oder Telefonate. „Ab und an schickt man sich auch mal größere Gruppenfotos, beispielsweise am La-Guerche-Platz in Brome, zu“, berichtet Sonja Besenroth. Sie selbst tauscht sich regelmäßig mit dem Präsidenten des französischen Komitees aus.

Nur würde man sich nach fast zwei Jahren auch gern mal wieder persönlich in die Augen blicken. „Es ist natürlich sehr schade, dass wir weiter warten müssen. Durch die Partnerschaft sind immerhin viele Freundschaften entstanden“, so Besenroth.

Die Hoffnung auf das Jahr 2022 ist umso größer. Und soviel steht bereits fest: Brome wäre dann erneut der Ausrichter.

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