Ausstehendes Gutachten

Parsaus Supermarkt-Pläne geraten in Verzug

Parsaus Süden.
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In Parsaus Süden soll der gewünschte Nahversorger entstehen. Ein Mäuse- und Hamstergutachten könnte die Sache jedoch verkomplizieren.
  • Hilke Bentes
    VonHilke Bentes
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Parsau – Gibt es bald ein größeres Problem bei der Ansiedlung des Nahversorgers in Parsau? Die Gemeinde hofft es freilich nicht, aber derzeit gibt es schlechte Nachrichten für die Baugenehmigung. Die Umweltbehörde fordert einen Mäuse- und Hamsterbericht.

Das klingt am südlichen Ortsausgang erst mal banal. Doch Bürgermeisterin Kerstin Keil weiß: Banal ist daran derzeit gar nichts. Einige tausend Euro müssen dafür zusätzlich eingeplant werden. Das ist mit Blick auf die vielen Projekte der Gemeinde nicht unerheblich, so Keil. Außerdem könnte dieser Bericht das Projekt um ein halbes Jahr nach hinten verschieben. „Und das ist für uns natürlich fatal, wir haben so viel vor. Wir haben eigentlich keine Zeit, auf einen Hamsterbericht zu warten.“ Schließlich sollen neben dem lang herbeigesehnten Nahversorger dort auch ein Ärztehaus, ein Café und betreutes Wohnen entstehen.

Derzeit versucht die Gemeinde, den Regionalverband von der Wichtigkeit eines betreuten Wohnens im Zusammenspiel mit Nahversorger, Arztpraxis und Café zu überzeugen. Denn auch da gibt es ein Problem: Die Gemeinde habe ihr Bauplatzvolumen ausgeschöpft. „Wir dürfen eigentlich keinen Wohnraum mehr ausweisen“, klagt Keil. Es sei aber erwiesen, dass Parsau mehr Plätze für die Versorgung und Pflege der Älteren brauche.

Zeitplan-Verzug ist auch für den Investor ein Problem

Und auch für den Markt-Betreiber sei ein zusätzliches halbes Jahr nur schwer zu verdauen. „Es gibt ja nicht umsonst Zeitpläne bei solchen Projekten. Wenn wir da nun so in Verzug kommen, sind das ganz schlechte Signale“, so die Bürgermeisterin.

Ende nächsten Jahres solle dort schon „etwas stehen“. Nun fragt sich die Gemeinde, wie das klappen soll. Ein Weg wäre noch eine sogenannte Potenzialschätzung. Diese sei aber reichlich ungenau und würde meistens zum großen Nachteil des Antragstellers verlaufen. „Diese Schätzungen sind dann reichlich ungenau“, so Keil. Aber in der zeitlich angespannten Lage der Gemeinde durchaus eine Option.

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