Vorbereitungen auf Heiligabend laufen langsam an

Parsauer Weihnachtsmänner regeln Aufgaben

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Die Weihnachtsmänner aus Parsau bereiteten sich am Sonntag für ihre diesjährige Aufgabe vor.

Parsau – Weihnachten naht und damit kommt Arbeit auf den Weihnachtsmann zu, oder, wie in Parsau, auf die Weihnachtsmänner.

Zur Putz- und Flickstunde trafen sich am Sonntagabend mehr als 20 Weihnachtsmänner, die meisten vorschriftsmäßig mit Namensschild ausgerüstet, dessen Fehlen einen Obolus kostet, in der Gaststätte „Unter den Eichen“. Denn dort war zu klären, wie es in diesem Jahr ablaufen soll.

Wobei die Art und Weise traditionell dieselbe bleibt wie bereits seit 1952, doch unter anderem mussten die Termine festgelegt werden. Eltern, die ihre Kinder von den Weihnachtsmännern überraschen lassen wollen, haben am 7. Dezember in Kaiserwinkel (bis 12 Uhr bei Ortsbrandmeister Eckhard Wiele) und am 8. Dezember in Parsau (mit Ahnebeck, ab 13 Uhr am alten Feuerwehrgerätehaus in der Hehlertstraße, das bis dahin mit einem Weihnachtsbaum geschmückt sein wird) und Croya (ab 10 Uhr am Backhaus) die Möglichkeit, Geschenke für ihre Kinder abzugeben, die dann am späten Nachmittag nach Einbruch der Dunkelheit durch die Weihnachtsmänner den Kinder überreicht werden.

Ganz einfach ist das nicht, bemerkte Weihnachtsmann-Präsident Hans-Heinrich Bartels, denn die älteren Kinder glauben nicht an viele, sondern nur an den einen Weihnachtsmann. „Die anderen Weihnachtsmänner müssen wir dann als Helfer vorstellen“, sagte er. Während die Zahl der Pakete in Parsau im vergangenen Jahr im Durchschnitt der Vorjahre lag, „schwächelte“ Croya ein wenig, während Kaiserwinkel „vorpreschte“, listete Bartels auf. Daher soll in den nächsten Tagen auch auf sozialen Netzwerken geworben werden, zur Mundpropaganda und den Aushängen, die man am Kindergarten und der Grundschule anbringt.

Geregelt wurde auch das Schmücken der Kutschen, von denen voraussichtlich drei an den beiden Tagen in den drei Abschnitten unterwegs sind. Gedanken machte man sich auch, falls die Pferde, die die Kutschen ziehen und die in die Jahre gekommen sind, nicht einsatzfähig sind. „Dann müssen wir die Kutschen mit einem Traktor ziehen lassen“, sagte Bartels.

Eine Ehrung gab es für Dieter Fischer und Uwe Holdorf, die ihr 20- und ihr 15-jähriges Weihnachtsmann-Jubiläum haben. Für sie gab es ein dreifaches „Gut Weihnachtsmann“ und das Lied „Lasst uns froh und Munter sein“.

Insgesamt sind 21 Weihnachtsmänner aktiv, zehn weitere sind fördernde Weihnachtsmänner. Bei der Geschenke-Abgabe kann auch gespendet werden. Diese Spenden kommen dann, je nach Höhe, verschiedenen Einrichtungen zugute. „Das entscheiden wir, wenn wir die Spenden haben“, sagte Bartels. Gedacht wird wie im Vorjahr an die Lebenshilfe in Wolfsburg und an den Kindergarten.

Die Weihnachtsmänner treffen sich in Parsau am Sonntag, 8. Dezember, um 15.30 Uhr am alten Gerätehaus. In Kaiserwinkel sind sie dann am 7. Dezember unterwegs. Am 5. Dezember treffen sich die Weihnachtsmänner zunächst um 18 Uhr im alten Feuerwehrhaus mit ihren Tülauer Kollegen zum Gedankenaustausch. Außer an den beiden Tagen sind die Weihnachtsmänner dann auch noch zu anderen Einrichtungen mit Kindern unterwegs.

VON BURKHARD OHSE

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