Neue Führung wird bis Sommer gesucht / Kameradschaftsverein geht in die Planung

Parsauer Wehr vor Herausforderungen

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Auf der Jahreshauptversammlung wurden Mitglieder der Feuerwehr Parsau/Ahnebeck befördert und geehrt.

Parsau. Neues Fahrzeug, neues Gebäude und nicht zuletzt die Suche nach einer neuen Führung – die Freiwillige Feuerwehr Parsau/Ahnebeck steht vor gewaltigen Umbrüchen. Die Jahreshauptversammlung im Bürgerzentrum machte das noch einmal deutlich.

„Es wurden im letzten halben Jahr Gespräche geführt, die aber bislang zu keiner Lösung geführt haben“, sagte Ortsbrandmeister Rolf Heinrichs zur Suche nach einem Nachfolger. Aus persönlichen Gründen wolle er sein Amt, dass er 2002 übernommen hatte, im Sommer niederlegen. Sein Stellvertreter Björn Buerke hatte seinen Rückzug bereits vor einem Jahr bekannt gegeben. „Wir hoffen, dass wir das in den nächsten Wochen lösen“, erklärte Heinrichs.

Thema auf der Versammlung war auch das neue Tanklöschfahrzeug (TLF), dass laut Heinrichs nach bisherigem Zeitplan eigentlich im Herbst ausgeliefert werden sollte. Nun habe sich aber die Ausschreibung verzögert. Mit einer Auslieferung sei nun erst im Frühjahr 2015 zu rechnen. „Wenn dann nicht wieder etwas dazwischen kommt“, so Heinrichs, der auch den Informationsfluss zu dem Vorgang bemängelte.

Das TLF kann wegen seiner Abmessungen nur mit Ausnahmegenehmigung bis 2016 im jetzigen Gerätehaus untergebracht werden. Ein Umbau des Gebäudes sei nicht möglich, derzeit sieht es nach einem Neubau aus (das IK berichtete). „Die Samtgemeinde zahlt nur einen Standard“, so der Ortsbrandmeister. Um auch für Ausgaben gerüstet zu sein, die über diesen hinausgingen, schlug das Kommando eine vorübergehende Erhöhung des Beitrages vor. Erst nach längerer Diskussion – einige Kameraden wollten etwa zunächst auf mehr Informationen von der Samtgemeinde warten – wurde die Beitragsanpassung beschlossen.

Kassenwart Nils Rendelmann stellte außerdem die Pläne für einen Kameradschaftsverein vor. An diesen sollen dann – wie in anderen Wehren auch – sowohl Kasse als auch die aktuell 312 Mitglieder übertragen werden. Den Vorstand des Vereins solle das Kommando der Wehr bilden. Rechtsvorschriften machen die in einer gesonderten Versammlung angedachte Gründung notwendig.

Heinrichs resümierte zudem die Tätigkeiten der Wehr im abgelaufenen Jahr. Insgesamt wurde diese zu 18 Einsätzen alarmiert. 14 davon waren Brandeinsätze, dreimal wurde die Wehr zu technischen Hilfeleistungen gerufen, einmal löste eine Brandmeldeanlage aus.

Für 25 Jahre aktiven Dienst wurde Kai-Henrik Polle geehrt. Karl-Heinz Müller wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Müller, der 1965 in die Feuerwehr eingetreten war und unter anderem die Jugendfeuerwehr gegründet hatte und als Gruppenführer tätig war, ist derzeit stellvertretender Gruppenführer der Altersgruppe.

Von Alexander Täger

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