Ein Anbau für mehr als eine halbe Million Euro soll Abhilfe schaffen

Parsauer Kita in desolatem Zustand

Der Kindergarten Fliegenpilz in Brome ist in einem teilweise desolaten Zustand. Die Kindergartenträge und die Gemeinde Parsau will einen neuen Gruppenraum für die Kinder bauen, hieß es im Ausschuss.

Parsau/Brome. Einstimmig empfohlen wurde ein Antrag der Gemeinde Parsau auf finanzielle Unterstützung für die Erweiterung und Umnutzung der Räume und des Inventars des Kindergartens „Fliegenpilz“, als sich die Mitglieder des Ausschusses für Jugend-, Sport und Soziales im Sitzungssaal der Samtgemeinde trafen.

In einer Stellungnahme hatte die Gemeinde gemeinsam mit dem Förderverein als Träger und der Leitung der Tagesstätte formuliert, warum es einen unabdingbaren und dringenden Handlungsbedarf gebe.

In der Begründung heißt es unter anderem, dass der Zustand des ersten Gruppenraumes mit seinen anliegenden Räumen (Schlafraum, Küche, Heizung) desolat und nicht länger akzeptabel sei, so sei noch nicht einmal der Brandschutz gewährleistet. Kindergarten und Gemeinde möchten einen neuen Gruppenraum bauen, und die Anzahl der zu betreuenden Kinder bei 50 halten. Für die Investitionen müsse man mit Kosten von 546.200 Euro rechnen. Dies könne der Kindergarten nicht ansatzweise finanzieren.

Parsaus Bürgermeisterin Kerstin Keil nahm an der Sitzung teil und unterstrich, dass ihre Gemeinde den Vorschlag gemacht habe, diesen Betrag vorzufinanzieren, um sich das Geld im Nachhinein von der Samtgemeinde erstatten zu lassen. Als erster erklärte Heino Meyer für die CDU, dass man den Antrag grundsätzlich unterstütze. Weitere Schritte müssten noch beraten werden. Die Ausschuss-Vorsitzende, Angela Grunau-Janke (SPD) sprach für ihre Fraktion von einer grundsätzlichen Zustimmung, wie auch Frank-Markus Warnecke für die Grünen.

In der Sitzung wurde ein Beschlussvorschlag formuliert und einmütig verabschiedet. Demzufolge empfiehlt das Gremium dem Rat der Samtgemeinde, den Antrag grundsätzlich zu befürworten. Das Angebot der Gemeinde Parsau über die Vorfinanzierung soll angenommen werden. Über Einzelheiten wie Rückzahlung und Laufzeit soll weiter verhandelt werden, ebenso wie über möglicherweise sich verändernde Eigentumsverhältnisse, denn der Kindergarten gehört jetzt der Gemeinde Parsau und könnte möglicherweise an die Samtgemeinde gehen. Schließlich wird vorausgesetzt, dass die gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden.

Von Horst Michalzik

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