500 000 Euro für Realisierung

Zieht Parsau das Turnhallen-Geld zurück?

Die Grundschule in Parsau soll eine Turnhalle bekommen.
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Wird der Traum um Parsaus Turnhalle bald wahr? Viele Fragen sind noch zu klären, angefangen mit der Frage der Bau-Zuständigkeit.
  • Hilke Bentes
    vonHilke Bentes
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Parsau – Was macht eigentlich Parsaus geplanter Turnhallenbau? In der Gemeinderatssitzung Mitte der Woche wurde auch über dieses Projekt gesprochen. Parsau will am liebsten selbst bauen – mit Fördermitteln. Doch die Hoffnung, dass dieser Plan auch klappt, ist nach dem ersten, abgelehnten Förderantrag gesunken. Die Antwort auf den zweiten Antrag steht zwar noch aus, aber im Rat machen sich die Mitglieder schon Gedanken über den weiteren Verlauf.

Der ganz große Optimismus fehlt in Parsau. Nachdem man im vergangenen Herbst die Zügel für den Turnhallen-Bau an der Grundschule selbst in die Hand nehmen wollte, gab es vom Land die erste Absage. In erster Linie hätten Hallen, die saniert und nicht neu gebaut werden sollen, den Zuschlag beim umkämpften Fördertopf erhalten. „Wir haben den zweiten Versuch unternommen, aber da gibt es noch keine Rückmeldung“, sagte Bürgermeisterin Kerstin Keil (CDU). Noch hofft man, dass es doch noch klappt. Zu gerne würde man die Halle selbst bauen – 25 Jahre wünscht sich die Gemeinde schon die Umsetzung. Aber ohne Fördergelder wird das nichts. „Wir können nicht knapp 2 Millionen Euro selbst stemmen“, verdeutlichte die Bürgermeisterin vor dem Rat und den Zuhörern. Ohne die Förderung müsse man die Verantwortung wieder in die Hände der Samtgemeinde legen.

Denn zuvor hatte noch der Samtgemeinderat mitsamt den Fachausschüssen über eine mögliche Verschiebung der bisherigen, baulichen Prioritäten in der Samtgemeinde gesprochen. Dabei rutschte Parsaus Halle nach einigen Diskussionen am Ende auf Rang vier der Liste vor, die weiter abgearbeitet werden soll. Davor liegen noch der Kita-Neubau in Rühen, das Feuerwehrgerätehaus Brechtorf und der Schulstandort Rühen. Teile davon nähern sich langsam dem Ende ihrer Bauzeit.

„Druck machen“

Wenn also die Samtgemeinde die Federführung wieder in die Hand nehmen soll, will die Gemeinde jedoch nicht tatenlos zusehen. Der stellvertretende Bürgermeister Fred Marhenke (SPD) sprach deutliche Worte: „Unser Angebot wird nicht endlos sein.“ Mit Angebot meint der Kommunalpolitiker die Summe von 500 000 Euro, die Parsau der Samtgemeinde bei dem Bau hinzugeben will. Viel Geld, das auch im verabschiedeten Haushalt eingeplant wurde. In der ausführlichen Einwohnerfragestunde, die dieses Mal den Bericht der Bürgermeisterin ersetzte, drängte ein Bürger darauf, der Samtgemeinde „Beine zu machen. Woanders wird ja auch investiert.“ Marhenke schlug vor, dass man auf konkrete Signale bis Ende des Jahres warten solle. „Wenn bis dahin in der Thematik gar nichts passiert, dann sollten wir uns mit unserem Geld zurückziehen.“ Auch Dieter Fischer (CDU) fand, dass mit so einem Zuschuss eine relativ schnelle Umsetzung stattfinden müsse. Was am Ende kommt, bleibt abzuwarten. Erst nach der Zu- oder Absage wird sich wohl der Turnhallen-Weg zeigen.

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