Die Bagger rollen erst 2021

Parsau: Gemeinde will mit 150 000-Euro-Straßenausbau aufs neue Jahr warten

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Kerstin KeilBürgermeisterin in Parsau
  • Hilke Bentes
    vonHilke Bentes
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Parsau – Eigentlich sollten die Bagger nun rollen, aber am Klingenberg bleibt es in Parsau still. Der aufwändige Straßenausbau muss bis 2021 warten. Das ist die deutliche Empfehlung vonseiten der beauftragten Firmen, um ein größeres Chaos zu vermeiden.

Der Grund ist simpel. Am 18. Dezember schließen laut Bürgermeisterin Kerstin Keil die Mischwerke, die auch in Parsau das nötige Baumaterial bereitstellen sollen. Damit wäre, sofern man jetzt mit der Maßnahme beginne, mit einer offenen – und damit sehr ärgerlichen – Baustelle zu rechnen. „Und damit würden wir mit Sicherheit viele Anlieger nicht glücklich machen“, schätzt die Bürgermeisterin. Über die Feiertage würde eine ruhende, aber aufgerissene Baustelle, die zum Neubaugebiet und der Feuerwehr führt, nicht gut ankommen.

Deshalb geht es erst im neuen Jahr los, dann aber „rasch und zügig.“ Wenn die Werke wieder bereitstehen, dann solle die 150 000-Euro-Maßnahme schnell abgearbeitet werden.

Wenn es losgeht, dann wird die Straße voll gesperrt werden müssen, damit im Anschluss die Schulkinder des Neubaugebiets einen Fußgängerweg erhalten. „Der ist jetzt auf jeden Fall dran“, so die Bürgermeisterin, die von dem schlechten Zustand der Straße weiß. Und da Parsau weiter wächst, soll der bisher unbefriedigende Zustand bald eine Änderung erfahren.

Um zumindest eine kurzfristige Abhilfe der löchrigen Straße zu schaffen, sollen die „größeren Löcher“ zugeschüttet werden. „Das ist dann eine schnelle und hoffentlich effektive Zwischenlösung, bis es endlich losgeht“, so Keil.

Die Kosten werden in Parsau noch nach dem gängigen Modell der Straßenausbaubeitragssatzung auf die Anlieger umgelegt. Ob und wann die Gemeinde – wie angekündigt – die Satzung anpasst, bleibt noch abzuwarten. Die Ratsmitglieder wollen die Satzung „gerechter und fairer“ gestalten und die Kosten gerechter auf die betroffenen Anlieger verteilen. Ohne, dass Einzelne größere Summen aufbringen müssten. Die Umsetzung erweist sich aber als schwieriger als gedacht, das wurde bei den jüngsten Ratssitzungen immer wieder deutlich (das IK berichtete).

Von daher werden die Anlieger am Klingenberg noch nach dem alten Modell zahlen müssen. Mit 150 .000 Euro sei die Maßnahme aber günstiger als gedacht, so Keil.

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