Zicherie: Aktive Mitglieder schließen sich als Löschgruppe der Feuerwehr in Brome an

Ortswehr soll aufgelöst werden

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Die Ortsfeuerwehr in Zicherie soll wegen Mitgliedermangel aufgelöst werden. Die derzeit 13 aktiven werden eine Löschgruppe bilden und sich der Ortswehr Brome anschließen.

Brome/Zicherie. Es sei viel darüber diskutiert worden, ob sich die Ortsfeuerwehr Zicherie der Feuerwehr in Brome anschließen soll, erläuterte Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann.

In seiner Sitzung am Dienstagabend sollte der Feuerschutzausschuss der Samtgemeinde Brome einen Beschlussvorschlag fassen, ob die Ortsfeuerwehr Zicherie zum 31. Juli aufgelöst wird, die aktiven Mitglieder eine Löschgruppe bilden und der Ortsfeuerwehr Brome angeschlossen wird. Einstimmig sprachen sich die Mitglieder dafür aus.

Grund für die Auflösung ist, dass eine Ortsfeuerwehr aus mindestens 20 aktiven Mitglieder bestehen muss und soll dauerhaft nicht weniger als 90 Prozent der Mindeststärke betragen. Diese Voraussetzungen sind in Zicherie nicht mehr gegeben. Zwischen Ortskommando, Gemeindebrandmeister und Verwaltung wurden deshalb Gespräche geführt, in denen die Auflösung der Ortsfeuerwehr besprochen wurde.

Die Feuerwehrmitglieder der Ortsfeuerwehr Zicherie beabsichtigen, sich der Ortsfeuerwehr Brome anzuschließen. Die Auflösung der Ortsfeuerwehr wurde durch die Verwaltung unterstützend begleitet. „Solange ein Fahrzeug in Zicherie zur Verfügung steht, können die Feuerwehrmitglieder eine Löschgruppe bilden. Die hierzu erforderliche Personalreserve wird von der Ortsfeuerwehr Brome vorgehalten“, heißt es in der Vorlage. Der Brandschutz in der Ortschaft Zicherie kann durch die benachbarten Feuerwehren Brome, Tülau und Croya sichergestellt werden.

Der bereits gegründete Kameradschaftsverein der Freiwilligen Feuerwehr Zicherie könnte sein Wirken auf die „Löschgruppe“ beschränken und so als Verein mit kulturellen Aufgaben zur Aufrechterhaltung der Traditionen in Zicherie mit fortbestehen. „Ich finde es toll, dass so die Tradition vor Ort erhalten bleibt“, freut sich Peckmann. „Wir brauchen die 13 Kameraden unbedingt und wir wollen auch nicht den Rotstift ansetzen“, versicherte Gemeindebrandmeister Frank Mosel.

Von Carola Hussak

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