Ortsumgehung nimmt Formen an

Wenn die Ortsumgehung für Brome gebaut ist, hat das durchschlängeln durch den Ort ein Ende. Der Entwurf der 4,9 Kilometer langen Trasse wird fortan geplant. Archivfoto: Post

bp Brome. Wieder einen Schritt weiter: Die Planungen für die Ortsumgehung (OU) Brome im Zuge der Bundesstraße 248 gehen in die nächste Phase. „Auf der Grundlage der vom Bundesverkehrsministerium im Juli 2010 bestimmten Trasse haben wir nun die Aufgabe, einen detaillierten Entwurf auszuarbeiten“, informierte der Geschäftsbereichsleiter der Landesstraßenbaubehörde, Bernd Mühlnickel, gestern in Brome bei der Projektkonferenz zum Auftakt der Entwurfsplanung.

In den vergangenen Monaten hatte die Behörde durch umfangreiche Vermessungs- und Kartierungsarbeiten bereits umfassendes Material für die geplante, rund 4,9 Kilometer lange Trasse südlich der Ortschaft gesammelt – seit November waren die Vermesser dazu im Einsatz. Bei der Ausarbeitung des Straßenentwurfs geht es nach den Worten Mühlnickels neben technischen Fragen auch um die Auswirkung des Straßenbaus auf die Umgebung.

Besondere Themen seien hier:

- die Ausgestaltung der Anschlüsse der neuen Ortsumgehung an die alte Bundesstraße 248,

- die Ausgestaltung der Knotenpunkte mit den kreuzenden B 244 und L 287,

- die Feintrassierung am Bereich des Bromer Busches und der Kläranlage und

- die Auswirkungen des Straßenbaus auf die Umwelt und die Belange der Landwirtschaft.

Eingeladen zur Projektkonferenz waren neben dem Landkreis Gifhorn auch Vertreter aus Gemeinden, Fachbehörden und Verbänden.

Ebenfalls am Mittwoch hat in Brome auch der so genannte „Scoping“-Termin stattgefunden, erläuterte der Geschäftsbereichsleiter. Diese Zusammenkunft unter Federführung der späteren Planfeststellungsbehörde binde die anerkannten Naturschutzvereine und die mit Umweltaufgaben befassten Träger öffentlicher Belange ein und diene der Vorbereitung der im Rahmen der Entwurfsaufstellung vorgeschriebenen Umweltverträglichkeitsprüfung und der Festlegung der vorgesehenen Untersuchungsinhalte und -rahmen (scope = engl. „Bandbreite, Betätigungsfeld“). Insgesamt soll die Aufstellung des Entwurfs laut Mühlnickel etwa zweieinhalb Jahre in Anspruch nehmen.

Informationen zum Fortschreiten der Planung seien stets im Internet unter der Adresse www.strassenbau.niedersachsen.de verfügbar.

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