Flecken Brome hofft auf Aufnahme ins Förderprojekt / Sanierung des Ortskerns steht ganz oben

„Ohne Dorfregion geht gar nichts“

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Um notwendige Schritte umsetzen zu können, muss der Flecken Brome in das Projekt Dorfregion aufgenommen werden. Dann könnte unter anderem der Bromer Ortskern saniert werden. 

Brome. Große Sprünge kann sich der Flecken Brome nicht leisten. Das macht Bürgermeister Gerhard Borchert im Ausblick-Gespräch mit dem IK ganz deutlich. Die höhere Samtgemeindeumlage würde der Gemeinde viele Mittel abziehen.

Und auch die Gewerbesteuern werden einbrechen, da laut Bürgermeister der ein oder andere Betrieb nicht mehr in Brome ansässig sein wird. Hinzu komme, dass der Aller-Ohre-Verband mehr Geld fordert, da er häufiger die Bieber-Dämme entfernt.

Gerhard Borchert.

Daher ist Borchert froh, dass einige Dorferneuerungs-Projekte aus der Vergangenheit in 2017 abgeschlossen werden konnten. Dazu zählen in Wiswedel das neue Bushäuschen und die Friedhofssanierung. In diesem Jahr soll in Benitz die Sanierung der Straße, der Fußwege, der Dorfplatz und die Bushaltestellen in Angriff genommen werden.

„Sicherlich gibt es vieles zu tun, aber nicht alles ist auch sofort umsetzbar, sondern bedarf vorheriger Planung und die Zusage von Zuschüssen“, weiß Borchert. Daher hofft er auf die Aufnahme in das Programm Dorfregion. Das sei zwingend erforderlich, um notwendige Schritte in Angriff nehmen zu können. Das Ergebnis soll es im März/April geben.

In Sachen Dorfregion, so Borchert, seien einige Sachen denkbar, die umgesetzt werden könnten. Da wäre zum einen die Ortskernsanierung. Per Ratsbeschluss seien die Bauentwicklung und -ausrichtung an der Hauptstraße und im Junkerende festgelegt worden und abgeschlossen (das IK berichtete). „Wenn Ideen und Maßnahmen umgesetzt werden sollen, benötigen die Eigentümer finanzielle Unterstützung. Ohne geht es nicht, denn sonst wäre ja schon längst etwas unternommen worden“, betont Borchert.

Im Zuge der Dorfregion könnte es an den Ohreseen Umbaumaßnahmen geben – und eine Kernsanierung der Wege.

In Sachen Ohresee liegt dem Fleckenbürgermeister die Gewässerqualität am Herzen. Das könnte eventuell Umbaumaßnahmen nach sich ziehen, wenn die Gemeinde weiß, was denn umsetzbar ist. Borchert: „Im Zuge dessen könnte auch die Forderung nach einer Kernsanierung der Wege umgesetzt werden. In diesem Jahr könnte der mittlere Ohresee-Weg so hergerichtet werden, dass er gefahrlos genutzt werden kann. Mittel sind bereits im Haushalt 2017 eingestellt worden.“

Bürgermeister Gerhard Borchert hofft, dass in diesem Jahr für das Baugebiet Mittelfeld die ersten Verträge unterzeichnet werden.

Ein weiteres großes Thema ist das Baugebiet Mittelfeld in Brome. Bauwillige würde es geben und laut Borchert sind auch schon Gespräche geführt worden. Nun müsse es mit der Umsetzung der Satzung weitergehen, dann könne man auch bald mit den Bauwilligen einen Vertrag abschließen. Ursprünglich waren im I. Bauabschnitt etwa 32 Baugrundstücke geplant. Da sich aber die Grundstücke von 600 auf 800 bis 1000 Quadratmeter vergrößert haben, sind es nun etwas weniger. Acht Plätze seien noch offen. „Die Leute wollen anfangen zu bauen. Jede weitere Verzögerung wäre bedenklich“, sagt Borchert.

Mit dem Verkauf der Grundstücke könnte die Gemeinde auch die nächste Hürde nehmen: In 2019 muss ein Kredit in Höhe von 700.000 Euro beglichen werden.

Von Carola Hussak

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