Arbeiten an den Kreisstraßen

EPS-Kampf läuft in der Samtgemeinde Brome noch immer

Absaugen der EPS-Nester
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Noch immer gibt es Nester der Eichenprozessionsspinner, auch in der Samtgemeinde Brome. Diese werden weiter abgesaugt.
  • Hilke Bentes
    VonHilke Bentes
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Samtgemeinde Brome – Im Frühsommer fand die dritte große Befliegungsaktion im Landkreis Gifhorn gegen die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners statt.

Zentrum blieb die Samtgemeinde Brome – in Rühen wurde zwischengetankt, auch wenn sich die Flüge gegen die allergieauslösende Schmetterlingsart mittlerweile über den ganzen Kreis erstreckten. Damit sollte ihnen schon im frühen Larvenstadium der buchstäbliche Garaus gemacht werden. Wie erfolgreich war nun die Aktion? Das IK hat beim Landkreis als Koordinator der Aktion nachgefragt.

Jüngst hatte der Wolfenbütteler Forstamtsleiter Andreas Baderschneider über die Schäden an Bäumen berichtet, die durch die Spinner in den Wäldern rund um Parsau und Rühen verursacht wurden (das IK berichtete). Auch der Landkreis Gifhorn hat nun kontrolliert, wie es den behandelten Eichen an den Kreisstraßen ergangen ist. Festzustellen ist ein rückläufiger Trend beim EPS-Befall, berichtete Landrat Dr. Andreas Ebel. Zumindest dort, wo in den vergangenen drei Jahren die Eichen besprüht oder beflogen wurden. Ein gutes Beispiel stelle die K 28 von Weyhausen über Bokensdorf nach Grußendorf dar.

Neben der Befliegung gibt es aber auch die Möglichkeit die Nester abzusaugen, sagte der Landrat. Auch das wurde an einigen betroffenen Bäumen gemacht. Meist dort, wo die Bekämpfung aus der Luft aufgrund der Platzverhältnisse nicht vorgenommen werden konnte. „Im Vorfeld der Absaugung wurden alle Kreisstraßen mit Eichen abgefahren, auf EPS-Nester kontrolliert und in die Liste zur Absaugung eingetragen“, berichtete der Landrat über das gängige Verfahren, das schon seit mehreren Jahren vorgenommen wird. Das soll gewährleisten, dass jedes Jahr alle entstandenen Nester an den Eichen auf den Kreisstraßen abgesaugt werden.

Trotzdem ist ein Befall an Kreisstraßen zu verzeichnen, die bisher noch nicht betroffen waren und somit auch nicht besprüht worden sind, so Ebel. Dort sind, das hatten bereits IK-Leser berichtet, EPS-Nester mit Aktivität zu verzeichnen. „Aber auch diese Nester werden abgesaugt.“ Aktuell sei die beauftragte Firma mit der Absaugung im Nordkreis beschäftigt.

Wie es in den einzelnen Gemeinden aussieht, das konnte Ebel nicht beantworten. Der Kreis habe keinen aktuellen Sachstand über eventuelle Erfolgskontrollen. In den Sozialen Medien hatten zumindest Einwohner aus Rühen in den vergangenen Wochen einige Male von gesichteten Nestern berichtet.

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