Samtgemeinderat Brome möchte kein Flachdach für Brechtorfer Kita-Anbau

„Noch hässlicher als der erste Bau“

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Mit dem ursprünglichen Planungsanbau war die Mehrheit des Samtgemeindrates nicht einverstanden. Angedacht war ein Flachdach, das allerdings zum ursprünglichen Bau einen Höhenunterschied von 30 Zentimetern aufweisen würde.

Brechtorf. Im Bauausschuss noch flott abgenickt, sorgte das geplante Flachdach für die Erweiterung der Kita in Brechtorf um zwei Krippengruppen im Bromer Samtgemeinderat für Diskussionen.

Wie Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann anmerkte, habe der Samtgemeindeausschuss, der zuvor tagte, die unterschiedlichen Raumhöhen zwischen bestehenden Bau und dem Neubau kritisiert. Das Planungsbüro habe bereits die „Zwangspunkte“ hervorgehoben: Zum einen müsse die Energiesparverordnung eingehalten werden. Das bedeute, dass ein Massivdach im Sommer vor der Wärme schütze, bei höheren Decken die Folgekosten höher ausfielen und ein Satteldach im Vergleich zum angrenzenden Sportheim zu massiv wirke.

Ratsmitglied Karl-Peter Ludwig (SPD) nahm Donnerstagabend kein Blatt vor dem Mund: „Der Architekt möchte sich mit seinem Bau natürlich vom ersten abheben. Allerdings ist der Anbau dann noch hässlicher als der Ursprüngliche. Man darf auch nicht vergessen, dass es nur um 30 Zentimeter Raumhöhe geht.“ Mit einem Flachdach in der Höhe zum anderen Dach angepasst könne der Sozialdemokrat leben. „Der Fachausschuss hat der Vorlage doch so zugestimmt“, wunderte sich Heino Meyer (CDU). Auch aus zeitlichen Gründen sollte man der Vorlage zustimmen. Wunsch der Verwaltung ist es, noch in diesem Jahr mit dem Bau zu beginnen. Ein Argument, sich für die Vorlage zu entscheiden, brachte Peter Albrecht (SPD) zur Sprache: „Die heutigen Flachdächer haben trotzdem alle eine leichte Neigung. Ich persönlich rate von einem Satteldach ab.“

Schlussendlich sprachen sich die Ratsmitglieder einstimmig für das Raumprogramm aus und mehrheitlich für eine Überarbeitung der Planungen mit Blick auf eine einheitliche Dachhöhe.

Ein Antrag auf Fördermittel wurde in Höhe von 360 000 Euro bewilligt. Die Gesamtkosten des Anbaus belaufen sich auf 803 000 Euro. Laut Bewilligungsbescheid muss die Maßnahme bis zum 31. Dezember 2017 abgeschlossen sein.

Von Carola Hussak

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